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Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehrtechnik der DDR in Ton und Bild - nOSTalgie-Projekt von Feuerwehr Schwallungen online
Benzin-Elektro-Aggregat 0,63 kVA als Stromgenerator des Beleuchtungssatzes BL 0,5 auf dem "LF8-TS8-STA"
Zur DDR-Normbeladung des Löschgruppenfahrzeuges "LF8-TS8-STA" (s.o.) gehörte auch das Benzin-Elektro-Aggregat 0,63 kVA.
Es wurde als Notstromgenerator genutzt. Hauptaufgabe war der Betrieb von Scheinwerfern zur Ausleuchtung
von Einsatzstellen und das Laden
von (Fahrzeug)-Batterien, so dass auch bei stehendem Fahrzeugmotor und z.B. länger andauerndem Funkverkehr, der
die Fahrzeugbatterien entladen hätte, die Batterieladung erhalten werden konnte. Das
12 V-Gleichspannungs-Gerät war bis
zum Jahr 2000 Teil der Beladung des "LF8-TS8-STA". Da der Platz für andere
Beladungsgegenstände benötigt wurde und natürlich auf dem zweiten Löschgruppenfahrzeug "LF 16/12"
der Schwallunger Wehr ein modernes 230V-Notstromaggregat vorhanden ist, konnte auf die
12 V-Aggregat aus
DDR-Zeiten verzichtet werden.
Video zu den Verwendungsmöglichkeiten des Notstromaggregates "BEA 0,63 kVA"
Aufnahmedatum: 07.02.2010
Mit einer Länge von 10 Minuten erläutert der
Film nicht nur die Technik und
gibt die Geräusche des Aggregates wieder, sondern zeigt auch verschiedene
Betriebsarten und vermittelt einen Eindruck über die Verwendungsmöglichkeiten.
Ein Dank geht an das Projektteam Sascha Eichhorn, Tobias Erb, Andreas Jacob und Marcus Rumpel sowie
an Kameramann Ben Bodenstein. Insbesondere hatten Andreas, Sascha und Marcus die Aufgabe,
den Motor des ausgemusterten Aggregates vor den Videoaufnahmen so weit in Stand zu setzen,
dass eine Demonstration der grundsätzlichen Funktionen möglich ist.
| Technische Daten Benzin-Elektro-Aggregat 0,63 kVA (Gerät 8029) |
| Hersteller |
VEB FIMAG Finsterwalde, DDR
(VEB Finsterwalder Maschinen-, Aggregate- und Generatorenwerk)
Betrieb des "VEB Kombinat Elektromaschinenbau (VEM)" |
| Spitzname |
BEA (Benzin-Elektro-Aggregat) |
| Baujahr |
1982 |
| Motor |
- Hersteller: VEB Barkas-Werke (Karl-Marx-Stadt, DDR)
- Zweitakt Ottomotor (Stationärmotor EL 65)
- 1 Zylinder (stehend)
- 63,7 cm³ Hubraum
- luftgekühlt durch Gebläse
- 1,5 PS Leistung bei 3000 U/min
- Seilzugstarter
- Verbrauch: ca. 0,9 Liter pro Stunde (bei Volllast)
- Tankinhalt: 3,2 Liter öl-Benzin-Gemisch 1:25 (reicht für ca. 6 Stunden Betrieb bei Nennlast)
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| Generator |
- 12 V Gleichstrom-Nebenschlussgenerator (Typ: GGBS 0,63-86)
- Drehzahlregelung durch Fliehkraftregler für konstante Leistungsabgabe
- Gleichspannung: 12-16 V, regelbar, Spannungsanzeige vorhanden
- Gleichstrom: 41,5-61 A, Stromstärkeanzeige vorhanden
- Nennspannung: 12 V, Nennstromstärke: 52,5 A
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| Masse |
40 kg (tragbar) |
| Leistung |
630 Watt |
| Verwendung |
- Nutzung von bis zu vier Arbeitsscheinwerfern (Beleuchtungssatz BL 0,5)
- Ladeerhaltung der Fahrzeugbatterie des LF8-TS8-STA, z.B. bei längerem Funkbetrieb
- Laden von externen 12 V Batterien
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| Feuerwehrtechnik* |
Der Beleuchtungssatz BL 0,5 ist die Zusammenstellung folgender Geräte:
- 1 Benzin-Elektro-Aggregat Typ 8029
mit:
- 1 Vorlastwiderstand
- 1 Regendach
- 1 Schutzhaube
- 1 Werkzeugtasche mit Reparaturwerkzeug
- 2 Arbeitsstellenscheinwerfer
(Ergänzung der Homepageautoren: 12 V / 100 W)
- 2 Scheinwerfergelenk
- 1 Leichtes Stativ
- 1 Verlängerungsrohr
- 1 Kabel 25m
- 1 Ladekabel
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| Betriebsarten* |
Schalter des BEA.
[Auszug] ... Am Aggregat wird vor dem Anwerfen des Motors der Schalter auf "Aus" geschaltet
und nach dem richtigen Lauf des Aggregats auf "Verbraucher" umgeschaltet.
Die Drehzahl des Aggregats regelt sich in Abhängigkeit von der Belastung. Somit wird immer eine
konstante Spannung erzeugt. ...
Wird das Aggregat zum Laden von Batterien verwendet, so ist beim Anschluss unbedingt auf die
Polarität zu achten, da sonst die im Gerät eingebaute Streifensicherung (50 A) schmilzt.
Da in den meisten Fällen die Batterie noch eine gewisse Kapazität hat, kann das Aggregat nach Anschluß
der Ladekabel mit der Batterie gestartet werden. Dazu muss der Schalter auf "Start"
geschaltet werden, und dann kann durch Drücken des "Startdruckschalters" das Aggregat
gestartet werden. Danach ist der Schalter auf "Ladung" umzuschalten.
Reicht die Kapazität der Batterie nicht mehr zum Starten aus, so ist das Gerät mit der
"Startvorrichtung" anzuwerfen. ...
Wird die Fahrzeugbatterie in eingebautem Zustand geladen, so darf die Ladestromstärke durch die
zulässige Belastung der Ladesteckdose nur max. 10 A betragen. ...
Nach erfolgter Ladung muß vor dem Abklemmen der Kabel das Aggregat auf "Aus" geschaltet werden.
Achtung: Ladekabel nicht unter Last abklemmen - Explosionsgefahr durch Ladegase. ...
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| Quelle |
*...Dokumentation für Löschgruppenfahrzeug LF8-TS8 als Mehrzweckfahrzeug geeignet, Kapitel 5.5. "Bedienung des Beleuchtungssatzes BL 0,5"
(VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz, Betrieb des IFA-Kombinats, Spezialaufbauten und Anhänger, Ausgabe 1980).
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| Weiterführende Links |
"Stationärmotor EL 65" auf "www.crazybikes.net"
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Text: Tobias Erb
Stand: 11.10.2011