Einsatzberichte des Jahres 2008

Archiv - Einsatzberichte aus den Jahren
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Statistik - Tabelle aller Einsätze



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Art des Einsatzes:  Sicherheitswache für den Wasunger Karnevalsumzug
Datum:  Samstag, dem 02.02.2008
Sicherheitswache:  12.00 Uhr - 17.00 Uhr (am "Brunnenplatz")
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12 (vor Ort stationiert)
Beschreibung: 

Um die Sicherheit der Gäste während des Wasunger Karnevalsumzugs zu gewährleisten, hatten die benachbarten Feuerwehren die Aufgabe, mit Mannschaft und Gerät vor Ort zu sein.
Während der Sicherheitswache wurden zwei Personen medizinisch versorgt.
Eine Frau hatte eine Schnittwunde am Mund, nachdem Sie von einer umherfliegenden Flasche getroffen wurde. Die Wunde wurde mit einem Pflaster versorgt. Der Frau wurde empfohlen, sich ins Krankenhaus zu begeben, um die Verletzung professionell behandeln zu lassen, da sich sonst eine Narbe bilden würde.
Die zweite Person hatte eine Schnittwunde am Fuß. Der junge Mann war in eine Scherbe getreten, welche sich durch den Schuh tief und breit in das Fleisch geschnitten hatte. Die Blutung wurde mit einer Kompresse und einem Verband gestoppt. Der Patient wurde mit dem Feuerwehrfahrzeug an das andere Ende des Ortes gefahren. Hier wartete sein Vater, der sich um den Weitertransport in das Meininger Klinikum kümmerte.

Einsatznummer | Text | Stand:  1 | Tobias Erb | 04.02.2008; 11.45 Uhr


Art des Einsatzes:  Beseitigung von Baumsperren in Richtung Zillbach in Folge des Orkans "Emma"
Datum:  Samstag, dem 01.03.2008
Alarmierung:  08.30 Uhr
Einsatzende:  09.30 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung stiller Alarm über SMS (T. Erb)
Beschreibung: 

Nachdem durch den schweren Sturm "Emma" ein Baum auf die Bahnschiene zwischen Schwallungen und Wernshausen (ca. 200m vor Bahnübergang) sowie mehrere Bäume auf die Landstraße zwischen Schwallungen und Zillbach (ca. 1 km nach Bahnübergang) gestürzt waren, alarmierten zahlreiche Autofahrer die Leitstelle und auch direkt die Schwallunger Feuerwehr, die den SMS-Alarm auslöste.
Nach Absprache mit der Leitstelle beseitigten die Schwallunger Einsatzkräfte zunächst die Baumsperre auf der Bahnschiene, vor der bereits ein Triebwagen der Süd-Thüringen-Bahn wartete. Die Lokführer hatten im Vorfeld Anweisung erhalten, langsam zu fahren, um eventuelle Hindernisse frühzeitig zu erkennen. Diese Maßnahme verhinderte schlimmeres.
Danach wurden zusammen mit der Feuerwehr Zillbach Baumsperren auf der Landstraße zwischen Schwallungen und Zillbach beseitigt. Entsprechend den Dienstvorschriften wurde die Straße vollständig gesperrt, da auch noch hängende, sich kurz vor dem umfallen befindliche Bäume beseitigt wurden. Negativ ist in diesem Zusammenhang anzumerken, dass mindestens ein Verkehrsteilnehmer die Vollsperrung der Straße (Warnschild und 3 Kegel quer über die Straße aufgestellt) durchbrochen hat und somit sich und die Feuerwehreinsatzkräfte in Gefahr gebracht hat.
Nach der Freigabe der Straße wurde von der Zillbacher Feuerwehr eine Kontrollfahrt in den Ortsteil Eckardts und von der Schwallunger Feuerwehr eine Kontrollfahrt in den Ortsteil Schwarzbach durchgeführt, um die Straßen auf eventuelle weitere Baumsperren zu prüfen.

2. Ausrücken in Folge eines umgestürzten Baumes: (Alarmierung: 14.59 Uhr SMS durch T. Erb, Einsatzende: 15.10 Uhr)
Der Ordnungsamtsleiter der Einheitsgemeinde Schwallungen informierte den Ortsbrandmeister, dass erneut ein Baum zwischen Schwallungen und Zillbach auf der Straße liegt. Die über SMS alarmierten Einsatzkräfte wurden von der Leitstelle in Kenntnis gesetzt, dass die Feuerwehr Zillbach bereits zur Einsatzstelle ausgerückt ist.

Einsatznummer | Text | Stand:  2 | Tobias Erb | 01.03.2008; 13.45 Uhr; 1. Update: 16.20 Uhr


Art des Einsatzes:  "Ausnahmezustand" im nächtlichen "Werratal" nach Sirenenfehlfunktion auf der "Zwick" im Nachbarort Wernshausen
Datum:  Mittwoch, dem 02.04.2008
Ausgerückt:  ca. 23.30 Uhr
Einsatzende:  00.30 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  keins
Art der Alarmierung Sirene der ehemaligen Werkshallen der "Kammgarnspinnerei" auf der "Zwick"
Beschreibung: 

Ein Einsatz der etwas anderen Art und deshalb auch ein Bericht in etwas anderer Form:
Um ca. 23.15 Uhr liefen die Motoren einer Sirene der ehemaligen "Kammgarnspinnerei" auf dem Gelände der "Zwick" in dem ca. 4 km entfernten Nachbarort Wernshausen an und gaben unter der Volllaststellung einen dauerhaft, gleich bleibenden und auch ohrenbetäubenden Ton in die weiträumige Umgebung des "Werratals" ab.
Nur kurze Zeit später gingen auch erste Nachfragen und Anrufe bei der Schwallunger Feuerwehr zur Ursache ein. Die Leitstelle fragte bei Ortsbrandmeister Klaus Erb nach, ob die Schwallunger Sirene laufen würde. Bei Zugführer Tobias Erb fragten Feuerwehreinsatzkräfte nach, ob es denn nun eine Sirenenauslösung in Schwallungen gegeben hat oder nicht. Auch Wehrführer Frank Rumpel wurde alarmiert und folgte schließlich der nächtlichen Ruhestörung dieser besonderen Art.
Vor Ort auf der "Zwick" war bereits ein Großaufgebot an Polizei, Feuerwehr, Bürgermeister, Bürgern aus Wernshausen und der umgebenden Dörfer eingetroffen und beriet unter dem lauten Getöse, wie die Sache in den Griff zu bekommen wäre.
Frank Rumpel, der in der Vergangenheit als Elektriker auf dem weitläufigen Betriebgelände gearbeitet hatte, begleitete eine Gruppe von Feuerwehreinsatzkräften aus Wernshausen und einen weiteren Ortskundigen auf der Suche nach einem Schalter oder ähnlichem. Die Ortskenntnis der Personen führte nach ca. 30 Minuten Suche zu einem Schalter, der die Sirene beim Drücken ausschaltete. Ließ man den Schalter jedoch los, fuhr sie wieder an. Kurzum packte der Schwallunger Wehrführer sein eigens mitgebrachtes Elektrowerkzeug aus und öffnete den Schalter und klemmte die Stromzufuhr ab, so dass nach 1 Stunde Laufzeit das "Werratal" um ca. 00.15 Uhr wieder ruhig schlafen konnte.
Da eine solche Sirene mit 3-4 Kilowatt starken Elektromotoren angetrieben wird, konnten die zuführenden Stromleitungen nicht ohne erhebliche Gefahr durchtrennt werden. Ohne die guten Ortskenntnisse von Frank Rumpel und eines weiteren zivilen Helfers hätte sich die Suche nach einer Abschaltmöglichkeit als sehr langwierige Angelegenheit gestaltet und letztendlich, wenn machbar, die Stromzufuhr für das Werksgelände bzw. für den Ortsteil "Zwick" als Gesamtes getrennt werden müssen, um die Stromkabel der Sirene lastfrei trennen zu können.

Als mögliche (!) Ursache ist zu sehen, dass die Sirene direkt an das Brandmeldeanlagensystem des ehemaligen Werksgeländes aufgeschaltet war. Schweißerarbeiten am Vortag könnten in der Nacht zu einer eventuellen Rauchentwicklung mit Auslösung der entsprechenden Rauchmelder und damit der Sirene bewirkt haben. Dies und auch die eventuelle Rauchentwicklung müssen jedoch noch näher untersucht werden.

Zusatzinformationen:
Eine Standard-Motorsirene von dem in Deutschland viel verwendeten Typ E57 heult mit einem Schalldruckpegel von 101 dB in 30 Meter Entfernung und einer Tonhöhe von 420 Hz bei 2800 Umdrehungen pro Minute (bei 9 Luftschaufeln). Der Ton ist in ländlichen, dünnbesiedelten Gebieten, ohne Wind, in 600 m Entfernung mit ca. 70 dB hörbar.
Pneumatische Sirenen, auch Hochleistungssirenen (HLS) genannt, erzeugen 20 Meter von der Sirene entfernt einen Schalldruckpegel von etwa 130 dB und der Ton ist noch in einer Entfernung von 12 km zu hören. Die "Weckentfernung" beträgt hier, je nach Wind, 6-8 km.

Einordnung des Schalldruckpegels: (Es liegt eine logarithmische Skaleneinteilung zu Grunde.)
- 134 dB: Schmerzgrenze
- 130 dB: Düsenflugzeug in 100m Entfernung
- 100 dB: Preßlufthammer in 1m Entfernung oder Schalldruckpegel in Diskotheken
- 70 dB: PKW in 10m Entfernung
- 50 dB: normale Unterhaltung in 1m Entfernung

Ihren Namen erhielt die Sirene 1819 von dem französischem Physiker und Ingenieur Charles Cagniard de la Tour, der damit an die Sirene aus der griechischen Mythologie anknüpfte.

Weiterführende Links:
- Mehr zu Sirenentypen und Lautstärken [Wikipedia].
- Auflistung der Sirenensignale

Einsatznummer | Text | Stand:  3 | Tobias Erb | 03.04.2008; 10.40 Uhr


Art des Einsatzes:  Großbrand von 4 Scheunen im "Oberdorf" zwischen Lindenstraße und Eisenacher Straße
Datum:  Dienstag, dem 08.04.2008
Alarmierung:  20.53 Uhr
Meldung "Feuer aus":  23.50 Uhr
Brandsicherheitswache:  23.50 Uhr - 09.04.2008, 08.30 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, Schlauchtransportanhänger (STA), (per Hand gezogen)
weitere Wehren:  FF Schmalkalden, FF Wernshausen
Einsatzkräfte:  30 Schwallunger Kameraden + ca. 30 weitere der anderen Wehren
Einsatzleitung:  gemeinsam Wehrführer Frank Rumpel und Zugführer Tobias Erb (FF Schwallungen)
Art der Alarmierung Sirene
Beschreibung: 

Nachdem meterhohe Flammen aus mehreren Gebäuden im "Oberdorf" von Schwallungen geschlagen sind, liefen etliche Notrufe auf der Leitstelle Schmalkalden-Meiningen ein. Die Leitstelle erkannt sofort das Ausmaß des Brandes und aktivierte über Funksteuerung die Sirene in Schwallungen sowie die Wehren aus Wernshausen und Schmalkalden, die sich mit umfangreichen Kräften auf den Weg nach Schwallungen machten.
Die Kameraden aus Schwallungen waren auf Grund der wöchentlichen Dienstagsschulung im Gerätehaus als der Alarm erschellte. Ein erster Blick vom Gerätehaus in Richtung des weit sichtbaren Feuers lies schlimmes befürchten. Das LF 16/12 rückte nur wenige Zeit später in Richtung Einsatzstelle aus, was sich im Nachhinein als sehr positiv erwies, da der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle spielte. Ein weiterer unterstützender Faktor war, dass während des Brandes nahezu Windstille herrschte und so die Flammen und Funken senkrecht nach oben und nicht direkt in die Nachbargebäude abgelenkt wurden.

Nach dem Eintreffen am Einsatzort wurde sofort von Gruppenführer Frank Rumpel die richtige taktische Entscheidung getroffen, dass am dichtesten (nur 30 cm entfernt) und dem heißesten Brandherd ausgesetzte Wohnhaus (an dem Weg der zur alten Post führt) vor einem Übergreifen der Flammen mit 2 C-Strahlrohren und 1 B-Rohr zu schützen. Zugleich wurde die ältere Bewohnerin aus dem Haus umgehend in Sicherheit gebracht und in die Hände des Rettungsdienstes zur medizinisches Untersuchung übergeben. Als Wasserversorgung diente ein Hydrant der glücklicherweise, und dies ist nur in wenigen Bereichen von Schwallungen so, genügend Fördermenge und Druck lieferte.
Als sehr problematisch erwies sich, dass ungünstigerweise das Schwallunger LF 8 - TS 8 - STA (LO) am 25.03.2008 zur Modernisierung nach Zittau überführt wurde. Das geländegängige Fahrzeug wird im Normalfall dazu genutzt, eine Schlauchleitung vom Fluss "Werra" zum Brandobjekt zu verlegen, so dass eine unerschöpfliche Wasserentnahmestelle zur Verfügung steht. Da das Fahrzeug nicht verfügbar war, wurde der Schlauchtransportanhänger von einem ca. 400m entferntem Hydranten (direkt am Gerätehaus) per Hand zum Brandobjekt gezogen und so über die ausgelegte Schlauchleitung ein weitere Wasserentnahmestelle für das LF 16/12 erschlossen.

Derweil waren 30 Einsatzkräfte der Schwallunger Feuerwehr vor Ort, darunter auch der komplette Führungsstab. Auf Grund der Ausdehnung und der Weitläufigkeit des Brandobjektes von 4 aneinander hängenden Scheunen, teilten sich Wehrführer Frank Rumpel und Zugführer Tobias Erb die Einsatzleitung. Die Koordination der beiden Kameraden war nach Aussagen des ebenfalls am Einsatzort eingetroffenen Kreisbrandinspektors Eberhard Abt ausgezeichnet. Auch Ortsbrandmeister Klaus Erb war vor Ort und kümmerte sich u.a. um die bereits erwähnte und nicht ganz einfach zu erschließende Wasserentnahmestelle vom Hydrant am Gerätehaus. Auch die Kreisbrandmeister Dieter Latka (eigener Wirkungsbereich um Wasungen), Peter Schütz (Wirkungsbereich Meiningen) und Matthias Kind (Wirkungsbereich Schmalkalden), der mit der Schmalkalder Feuerwehr anrückte, waren vor Ort.
Als nächste Schritte galt es die Fahrzeuge der zusätzlich angeforderten Wehren taktisch sinnvoll zu positionieren und die Aufgaben zu zuweisen. Als wichtiges Instrument ist dabei die Drehleiter und der 5000 Liter Tank der Freiwilligen Feuerwehr Schmalkalden zu sehen. Mit der Drehleiter konnten gezielt von oben mit einem B-Monitor (Starkwasserwerfer) große Mengen an Löschwasser in die in vollen Flammen stehende Dachkonstruktion der Häuser gegeben werden. Da der B-Monitor der Drehleiter einen enormen Wasserverbrauch haben würde, war im Vorfeld klar, dass die Tankervorräte der Schmalkalder und auch der Tanker der Freiwilligen Feuerwehr Wernshausen schnell aufgebraucht werden würden. Deshalb wurde die Feuerwehr Wernshausen damit beauftragt, eine lange Wegestrecke von der Werra aufzubauen, wie dies eigentlich das Schwallunger LF 8 - TS 8 - STA erledigen würde. Auf Grund der Dunkelheit und der natürlich nicht vorhandenen Ortskenntnis der Wernshäuser Kameraden, kam es zu Problemen, welche die Wasserversorgung zeitlich behinderten, so dass kurzzeitig kein Wasser für die Drehleiter zur Verfügung stand. An der Wasserentnahmestelle in Höhe der Werrabrücke wurde ein Löschfahrzeug der Schmalkalder Wehr mit eingebauter Heckpumpe zum Ansaugen und Fördern des Werrawassers verwendet.
Währendessen wurden von den Schwallunger Einsatzkräften weitere Rohre in Stellung gebracht und auch ein Innenangriff unter schweren Atemschutz durchgeführt. Insbesondere wurde dabei auch großer Wert auf die Abschirmung vor den Flammen der äußerst dicht an den Brandgebäuden stehenden Wohnbauten gelegt. Des Weiteren wurde die Einsatzstelle mit etlichen Flutlichtstrahlern ausgeleuchtet, die mit den auf den Feuerwehrfahrzeugen installierten Notstromaggregaten betrieben wurden. Auch hier erwies sich die Drehleiter als sehr wirkungsvoll, da diese von oben eine optimale Ausleuchtung ermöglichte.

Eine weitere Gefahr bedeuteten 3 in dem Brandobjekt verteile Öltanks für Ölheizungen. Glücklichweise hatte das Feuer die brandabgeschirmten Räume noch nicht erreicht. Dennoch wurde alles für einen Schaumangriff, mit dem Ölbrände bekämpft werden, vorbereitet.

Alle Maßnahmen führten letztendlich dazu, dass die Flammen schnell und effektiv zurückgedrängt werden konnten und das kein Wohngebäude ein Opfer der Flammen wurde. Lediglich bei dem Wohnhaus der zuvor geretteten Frau sind etliche Fensterscheiben durch die Strahlungshitze geborsten und auf der anderen Brandabschnittseite Lagerräume und ein Öltanklager in Mitleidenschaft gezogen.

Nachdem keine Flammen mehr sichtbar waren, wurden durch die Führungskräfte der Feuerwehren Schwallungen und Schmalkalden Lageerkundungen durchgeführt, um bislang unentdeckte Brandausbreitung oder Glutnester zu ergründen. An dieser Stelle gilt Kreisbrandmeister Matthias Kind und dem Stadtbrandmeister der Stadt Schmalkalden Michael Pfunfke ein großes Dankeschön für die stets kompetente und sehr gut funktionierende Zusammenarbeit mit den beiden Einsatzleitern der Feuerwehr Schwallungen. Nach der gemeinsamen Lageerkundung der Schwallunger und Schmalkalder Führungskräfte rückten die Wehren aus Schmalkalden und Wernshausen in ihre Standorte ab.

Einen weiteren Gefahrenpunkt stellte eine durch die Flammen stark beschädigte Giebelwand dar, von der ständig Teile auf die durch den Ort führende B19 herabfielen. Die Straße wurde deshalb von der Feuerwehr komplett gesperrt und veranlasst, dass durch das Ordnungsamt der Gemeinde eine Umleitungsstrecke ausgeschildert wurde. Auf Grund dieser Umleitung musste ein taktischer Stellungswechsel des Schwallunger LF 16/12 erfolgen und die Schlauchleitungen für die nun beginnende Brandsicherheitswache neu verlegt werden. Die auf dem Bürgersteig verlegten Schlauchleitungen und Elektrokabel für die Flutlichter wurden durch Verkehrsleitkegel und Blitzer umfangreich gegen den Straßenverkehr abgesichert.
Im Laufe der Nacht wurde noch das ein oder andere Glutnest aufgespürt, mit der Feuerwehraxt geöffnet und anschließend mit Wasser abgelöscht.

Nachdem es am nächsten Morgen hell wurde, begann eine nochmalige Sichtung der Brandstelle unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen, da überall große Einsturzgefahr bestand. Nachdem keine Glutnester mehr entdeckt wurden, konnten alle Aufbauten zurückgefahren werden und die langwierige aber notwendige Materialnachsorge und Neubestückung des LF 16/12 durch die sich nun fast 12 Stunden im Einsatz befindlichen Kameraden begann im Gerätehaus.

Einsatztaktisch ist festzuhalten, dass keine Personen verletzt wurden und in Anbetracht des Ausmaßes des Brandes keine größeren Schäden an Wohnhäusern entstanden sind.

Bürgermeisterin Martina Taubert war ebenfalls vor Ort und kümmerte sich um die Versorgung der älteren, aus ihrem Haus evakuierten Bewohnerin sowie am nächsten Morgen um ein stärkendes Frühstück für die Einsatzkräfte. In diesem Zusammenhang ist auch die Hilfsbereitschaft der Anwohner zu nennen, die Getränke für die durch die anstrengenden Arbeiten sehr durstigen Kameraden zur Verfügung stellten. Zur Stärkung wurden auch Bockwürste kostenfrei durch das "Obere Gasthaus" gereicht.

Als negativ ist der sehr große Andrang von Schaulustigen und Gaffern zu nennen. Nicht nur das die Straßen von Personen aus Schwallungen und anderen Ortschaften dicht gefüllt waren und so die Anfahrt der Feuerwehren behinderten, auch bringen es Passanten fertig, zwischen den Einsatzfahrzeugen und Schläuchen, ja sogar im direkten Gefahrenbereich herabfallender Trümmer umherzubummeln. Kluge Sprüche, wie eine ausgebildete Feuerwehreinsatzkraft, das ein oder andere doch besser machen könnte und sehr praktische und für die Situation dienliche Hinweise, wie z.B. das sich Heu (obwohl es rundum brennt) auch von alleine entzünden kann, runden den Auftritt mancher Bürger ab.

Neben Kreisbrandinspektor Eberhard Abt haben sich auch Bürgermeisterin Martina Taubert (Dankesschreiben im Fernseh-Infokanal der Einheitsgemeinde Schwallungen) und auch Kriminalhauptkommissar Lutz Kamla von der Kriminalpolizei Suhl, der für die Brandursachenermittlung in Südthüringen verantwortlich ist, sehr lobend über die Arbeit der Feuerwehren ausgesprochen. Herr Kamla sagte in einer Besprechung zur Brandursache mit Tobias Erb wörtlich, dass die "Feuerwehr sehr gute Arbeit geleistet hat, da bei solch starken Bränden normalerweise auch das Übergreifen der Flammen auf die sehr dicht benachbarten Wohngebäude nicht verhindert werden kann."

Abschließend bedankt sich die Feuerwehr Schwallungen und insbesondere die Führungskräfte für die hervorragende Arbeit und kompetente Zusammenarbeit bei den Feuerwehren aus Schmalkalden und Wernshausen.

Allen Einsatzkräften und auch Schwallungern, die das Brandobjekt gesehen haben, ist klar, das dieses Feuer schnell zu einem anderen, sehr ungünstigeren Ausgang hätte führen können. Gute Ausrüstung und gute Ausbildung der Feuerwehreinsatzkräfte haben sich hier zum Wohle der Schwallunger Gemeinde effektiv ausgezahlt und maßgeblich dazu beigetragen, dass dieser für Menschenleben als auch für "Hab und Gut" gefährlichste Brand in Schwallungen seit Jahrzehnten ein glimpfliches Ende für alle Beteiligten gefunden hat.

Presseschau:
09.04.2008 (Freies Wort): Erster Online-Kurzbericht + Online-Bildergalerie
10.04.2008 (Freies Wort): Umfangreicher Artikel zur Situation vor Ort und Bilder [903 kB]
10.04.2008 (Meininger Tageblatt): ähnlicher Artikel wie im Freien Wort + andere Bilder [942 kB]
12.04.2008 (Freies Wort): Erste Hinweise zur Brandursache [41 kB]



Historie:
08.11.1894: Brandkatastrophe vernichtet in einer Nacht 156 Gebäude
18.07.2002: Großbrand im Möbelhaus "ERBE" im Gewerbegebiet

Bilder:


Überblick zur taktischen Lage aus der Vogelsperspektive. Quelle und Copyright: "Google Earth".


Meterhohe Flammen schlagen aus den brennenden Gebäuden. Blick aus Richtung Wohnhaus Thomas Erb ("Nr.1").


Blick in die Flammen ca. 2 Minuten nach Sirenenalarmierung. Blick aus Richtung Wohnhaus Peter Pfannstiel.


Der Brand verursachte auch sehr starken und hohen Funkenflug. Zum Glück war es windstill. Blick aus Richtung Wohnhaus Peter Pfannstiel.


Blick auf das Flammenmeer von der B19 oberhalb der "Fleischerei Pfannstiel".


Blick entlang der B19 in Richtung "Werra".


Schwallunger LF 16/12 mit Einsatzkräften in der Lindenstraße. Im Vordergrund v.l. Heiko Göpel, Frank Rumpel.


"Wasser marsch" auf die brennende Nebenscheune.


Im Hintergrund: Der Strahl der Drehleiter.


Die Drehleiter gibt Wasser in die Scheune direkt über der B19.


21.52 Uhr: Wasserdampf und Rauch dringen aus der völlig ausgebrannten Scheune. Zumindest hier gilt: "Feuer aus!".


Es brannte sehr dicht an Wohngebäuden.


Von der Decke gefallenes Brandgut.


Eine im Dachgeschoss ausgebrannte Scheune grenzt direkt an die B19.


Brandobjekt mit dicht benachbartem Wohngebäude.


Gegenüberliegender Brandabschnitt: Andere komplett ausgebrannte Scheune mit dicht angrenzenden Wohngebäuden links und rechts.


Die selbe Scheune innen.


Eine zusätzliche Gefahr: 3 Öltanks waren im Brandobjekt verteilt. Der linke Teil, glücklicherweise durch eine Betonwand abgetrennt, brande völlig aus.


Am Morgen noch an der Einsatzstelle Dienst habende, erschöpfte Kameraden. v.l. Steffen Remke, Tobias Erb, David Gramann, Uwe Gramann, Florian Göpel, Benjamin Carl, Norbert Köhler, David Hofmann, Heiko Göpel. Während der Brandphase waren 30 Schwallunger Einsatzkräfte aktiv.


Materialnachsorge und Neuaufrüstung des LF 16/12. Hier: Auslegen der gebrauchten Schläuche vor dem Gerätehaus.

Weitere Bilder: siehe Zeitungsartikel oben


Bilderquellen: Christian Pfannstiel, Dieter Erb, FF Schwallungen, Jan Heineck, Thomas Erb.
Vielen Dank an die externen Fotografen, welche uns die Bilder zukommen lassen haben.
Einsatznummer | Text | Stand:  4 | Tobias Erb | 09.04.2008; 13.10 Uhr; 1. Update: 09.04.2008, 17.35 Uhr; 2. Update: 09.04.2008, 21.00 Uhr; 3. Update: 10.04.2008, 13.15 Uhr; 4. Update: 10.04.2008, 18.15 Uhr; 5. Update: 14.04.2008, 11.00 Uhr


Art des Einsatzes:  Brand eines Kunststoff-Komposters am unteren Ellenberg
Datum:  Montag, dem 12.05.2008
Alarmierung:  23.32 Uhr
Einsatzende:  23.57 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung Sirene + Alarm über SMS (T. Erb)
Beschreibung: 

Nachdem ein Einwohner per Handy bei einem Feuerwehrkameraden Rauch über der Ortschaft gemeldet hat und die Situation nicht völlig klar einzuschätzen war, wurde von dem Feuerwehrkameraden zunächst die vermutete Brandstelle im Ort gesucht.
Beim Rückverfolgen des Brandrauches wurde schließlich ein brennender Kunststoff-Komposter in einem Garten am unteren Ellenberg entdeckt. Auch die angrenzenden Sträucher und die Wiese hatten bereits Feuer gefangen. Nun erfolgten die Auslösung des SMS-Alarms sowie eine Einsatzmeldung an die Leitstelle, welche zusätzlich die Sirene auslöste.
Die Einsatzkräfte des LF 16/12 hatten den Brand mittels der Schnellangriffseinrichtung und eines weiteren C-Strahlrohres, die über den Fahrzeugtank gespeist wurden, sehr schnell unter Kontrolle. Entsprechend den Dienstvorschriften wurde eine weitere Wasserentnahmestelle erschlossen. Hier kam ein Oberflurhydrant zum Einsatz, der aber wegen der baulichen Nähe zu einer Mauer nur unter großem Zeitaufwand geöffnet und geschlossen werden konnte.
Die Reste des Komposters wurden mittels Dunggabeln auseinander gelegt und so konnten auch tiefere Glutnester abgelöscht werden. Die Umgebung der Brandstelle wurde ebenfalls abgelöscht und zur weiteren Brandsicherheit reichlich gewässert.
Glücklicherweise lag das Brandobjekt 3-4 Meter von einem Holz-Carport mit darin untergestellten Autos entfernt, so dass kein größerer Sachschaden entstanden ist.

Einsatznummer | Text | Stand:  5 | Tobias Erb | 13.05.2008; 01.07 Uhr


Art des Einsatzes:  Absicherungsmaßnahmen nach Umsturz eines Strommastes (Leitungen nicht spannungsfrei) innerhalb der Ortschaft
Datum:  Mittwoch, dem 11.06.2008
Alarmierung:  03.58 Uhr
Einsatzende:  05.48 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung stiller Alarm über SMS (Leitstelle Schmalkalden-Meiningen)
Beschreibung: 

In der Nacht stürzte ein Strommast auf Grund von morschem Holz in der oberen Lerchenstraße zwischen Bahnhofstraße und Kreuzstraße um. Die 5 Stromleitungen standen zu diesem Zeitpunkt unter Spannung. Nach Aussagen der Anwohner funkte und zischte es sehr stark, nachdem die Drähte den Boden berührten. Die Anwohner verständigten die Leitstelle, welche die Feuerwehr zu weiteren Sicherungsmaßnahmen über SMS alarmierte.
Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Mast quer über die Straße lag und dabei die Drähte weitläufig bis zu den nächsten Masten durch die Luft spannte. Da es dunkel war, stellten die Drähte eine erhebliche Lebensgefahr dar, da eventuelle Fußgänger die Gefahr nicht hätten erkennen können.
Die Einsatzstelle wurde großräumig mit den zur Verfügung stehenden Blitzern, Kegeln und anderen Warneinrichtungen abgesperrt. Die betroffenen Anwohner wurden darüber informiert, dass sie ihre Hofeinfahrten bis zum Abschalten der Spannung nicht verlassen dürfen.
Bereits bei Alarmierung wurde von der Leitstelle auch die Polizei und die Bereitschaft des örtlichen Energieversorgers verständigt. Nach dem Eintreffen des Technikers wurden die Leitungen zunächst spannungsfrei geschaltet. Anschließend konnten die Drähte entfernt und der Strommast zur Seite geräumt werden. Hierbei zeigte sich auch, dass durch die Spannung ein Teil des Straßenbelages aufgeschmolzen wurde.
Während der Einsatzmaßnahmen achteten die Einsatzkräfte aufgrund des erheblichen Gefahrenpotentials stets darauf, die Sicherheitsabstände (Stichwort Spannungstrichter) zu den Freileitungen einzuhalten.
Bei dem Einsatz wurde keine Person verletzt.

Bilder:


Der umgebrochene Strommast mit den unter Spannung stehenden Freileitungen.


Die Ursache war morsches Holz.

Einsatznummer | Text | Stand:  6 | Tobias Erb | 11.06.2008; 09.00 Uhr


Art des Einsatzes:  Hilflose Person hinter verschlossener Tür (Lindenstraße/Schwallungen)
Datum:  Samstag, dem 28.06.2008
Alarmierung:  07.55 Uhr
Einsatzende:  08.45 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  Privat-PKW
Art der Alarmierung telefonisch
Beschreibung: 

Die Bürgermeisterin wurde von Anwohnern darüber informiert, dass in einer Wohnung Wasser läuft und der Bewohner nicht auf Rufe und Klopfen hört. Die Bürgermeisterin verständigte die Feuerwehr, welche mit drei Kameraden und Brechwerkzeug zum Einsatzobjekt ausrückte. Vor Ort wurde nochmals versucht, den Bewohner zu rufen.
Nachdem dieser weiterhin nicht antwortete, musste von Gefahr in Verzug ausgegangen werden. Die Leitstelle wurde über die Situation informiert und danach umgehend die Tür zur Wohnung aufgebrochen.
In der Wohnung fanden die Einsatzkräfte die Person vor. Ihr körperlicher Zustand erforderte, dass der Notarzt mit Rettungsdienst nachgefordert werden musste. Die Person wurde zunächst betreut und anschließend vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert.
Die ebenfalls eingetroffene Polizei wurde über die Lage informiert und nahm das gewaltsame Öffnen der Tür zu Protokoll.
Das Wasser, der Bewohner hatte vergessen den Wasserhahn zu zudrehen, wurde abgestellt.

Einsatznummer | Text | Stand:  7 | Tobias Erb | 28.06.2008; 09.10 Uhr


Art des Einsatzes:  Brand eines Strohballens in einem Waldstück im Ortsteil Zillbach
Datum:  Freitag, dem 15.08.2008
Alarmierung:  15.41 Uhr
Einsatzende:  16.46 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung Sirene
Beschreibung: 

In einem Waldstück unterhalb einer Wiese am Zillbacher Sportplatz stand ein gepresster Strohballen in Flammen. Die vor Ort eintreffende Feuerwehr Zillbach forderte das LF 16/12 mit dem 1200 Liter Wassertank der Feuerwehr Schwallungen nach, um Löschwasser an den Einsatzort zu bekommen.
Die eintreffenden Schwallunger Kameraden löschten den Ballen mit dem Tankervorrat unter Zugabe von geringen Mengen Schaumbildner als Netzmittel ab. Das Netzmittel ermöglicht es dem Wasser, in das Stroh und den Boden einzudringen, um auch dort eine Löschwirkung zu erzielen. Zugleich wurde der komplette Ballen mit Gabel auseinandergelegt, um an die inneren Glutnester zu gelangen. Außerdem wurde der umgrenzte und brennende Waldboden und ein ebenfalls bereits brennender Baum abgelöscht und so die weitere Brandausbreitung unterbunden.
Nach dem Abrücken der Schwallunger Einsatzkräfte übernahmen die Zillbacher Kameraden die Brandsicherheitswache. Während des Einsatzes wurde das zweite Schwallunger Löschgruppenfahrzeug LF 8 in Bereitschaft gehalten, um bei einem größeren Feuer umgehend eine lange Wasserversorgungsstrecke vom Fluss "Zillbach" zum Brandobjekt legen zu können.
Der zuständige Förster erstattete bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt wegen des Verdachts auf Brandstiftung.

Anmerkung: Ohne das schnelle Melden des Feuers hätte diese vermutete Brandstiftung leicht zu einem umfang- und schadensreichen Waldbrand führen können.

Einsatznummer | Text | Stand:  8 | Tobias Erb | 15.08.2008; 20.45 Uhr


Art des Einsatzes:  Umfangreiche Suchaktion nach einer unbestätigten Meldung über einen abgestürzten Heißluftballon
Datum:  Sonntag, dem 17.08.2008
Alarmierung:  21.16 Uhr
Einsatzende:  23.00 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8
Art der Alarmierung Sirene und SMS (von T. Erb)
Beschreibung: 

Nachdem Wasunger Einwohner beobachtet hatten, wie ein Heißluftballon in Richtung Schwallungen abgestürzt ist, informierten diese die Feuerwehrleitstelle über Notruf 112. Die Leitstelle alarmierte die Feuerwehr Schwallungen, welche zunächst mit dem LF 16/12 Richtung Bonndorf ausrückte und dann weiter in die höheren Lagen oberhalb von Bonndorf Richtung Wasungen vordrang. Vor Ort wurde zunächst angenommen, dass es sich bei der Meldung um den sehr groß über dem Horizont erscheinenden Vollmond handelte. Jedoch trafen nun auch die den Vorfall meldenden Wasunger ein und wurden vom Schwallunger Einsatzleiter nochmals intensiv befragt. Dies ergab, dass ein Ballon mit darunter befindlichem Korb mit den Augen und auch mit einem Fernglas beobachtet wurde, dessen Ballonhülle eingefaltet war. Nach zwei Feuerstößen aus dem Korb stürzte das Objekt senkrecht zu Boden. Auch schlossen die Zeugen aus, dass es sich um eine Täuschung durch den Mond handelte, da dieser an einer ganz anderen Stelle am Himmel zu sehen war.
Nach dieser Aussage forderten die Schwallunger weitere Kräfte bei der Leitstelle an und eine umfangreiche Suchaktion wurde koordiniert. Hierfür rückte das geländefähige Schwallunger Löschgruppenfahrzeug LF 8 - TS 8 durch die "Körnebach" über die "Hohe Straße" Richtung Wasungen aus und durchsuchte dieses Gebiet.
Die Feuerwehr Wasungen wurde alarmiert, welche mit zahlreichen Kräften und Fahrzeugen die Strecke aus der Gegenrichtung abfuhr. Schwallunger Einwohner halfen mit privaten Jeeps mit, die unwegsamen Waldwege abzufahren. Auch eine Reihe von Schwallunger Jägern, die entlang der Waldgrenze im Werratal auf Hochsitzen eine Strecke von ca. 1 km abdeckten und so einen großen Raum überblickten, wurden befragt.
Alle Suchmaßnahmen führten jedoch zu keinem Ergebnis. Aus diesem Grund trafen sich alle Einsatzkräfte zu einer Lagebesprechung im Zentrum von Bonndorf. Hier kamen der Ausrückedienstmitarbeiter des Landratsamtes, Kamerad Peter Schütz, und die Polizei hinzu. Bevor weitere Maßnahmen, wie ein Polizeihubschrauber mit Nachtsichtgerät, eingeleitet werden sollten, wurde das mögliche "Absturzgebiet" eingegrenzt. Hierfür wurde nochmals die Zeugenaussage mit Richtungs- und abgeschätzten Entfernungsangaben mittels eines digitalen Kartengerätes ausgewertet. Der mögliche Absturzort konnte so auf den Bonndorfer Berg um die Anlage des Hundesportvereins, ggf. auch etwas darüber in den Wald hinein, eingegrenzt werden. Jedoch hätte man dies aus der Ortschaft Schwallungen sehen müssen. Notrufe gingen von der Schwallunger Bevölkerung nicht ein, allerdings meldete sich eine Bonndorferin bei der Einsatzleitung, die in Richtung "Hundesparte" einen Lichtschein zu der fraglichen Uhrzeit gesehen haben will. Das fragliche Gebiet konnte aber nach wie vor leicht überblickt werden. Hierbei wurde Feuerschein oder anderes Auffälliges nicht entdeckt.
Deshalb entschied die Einsatzleitung an dieser Stelle auf Grund der vorliegenden Informationen und der Überschaubarkeit des potentiellen Absturzplatzes den Einsatz abzubrechen. Hieraufhin wurden alle sich noch auf der Suche befindlichen Einheiten in ihre Gerätehäuser zurückbeordert.

Natürlich wurde auch versucht, über die Leitstelle Informationen über den möglichen Ballonflug herauszubekommen. Die Flugsicherung in Erfurt sagte, dass sie Ballons nur sehen, wenn er einen Transponder mit dabei hätte. Dieser, wie auch das generelle Anmelden einer Ballonfahrt ist jedoch eine freiwillige Maßnahme, was sich in einer Notsituation wie dieser natürlich sehr ungünstig auswirkt.
Schwallunger Einwohner bestätigten jedoch eine Ballonfahrt in den früheren Abendstunden im fraglichen Gebiet.

An dieser Stelle können keine weiteren Fakten geschlussfolgert werden. Wissen muss man auch, dass Ballonfahrer immer ein Begleitfahrzeug am Boden mit dabei haben, um den landenden Ballon transportieren zu können. Auch von dieser Seite her gingen keine Notrufe auf der Leitstelle ein.
Ggf. kann man vermuten, dass tatsächlich ein Ballon gelandet, vielleicht dies auch härter, ist. Der Ballon könnte anschließend schnell verstaut und abtransportiert worden sein.

Sachstand: 18.08.2008, 00:50 Uhr

Die Einsatzleitung bedankt sich bei allen Schwallunger Bürgern, welche uns bei der Suchaktion unterstützt haben.

Einsatznummer | Text | Stand:  9 | Tobias Erb | 17.08.2008; 00.50 Uhr


Art des Einsatzes:  Absicherungsmaßnahme für Fußballspiel "FC Schwallungen" gegen "Rot Weiß Erfurt" auf dem Schwallunger Sportplatz
Datum:  Freitag, dem 05.09.2008
Alarmierung:  16.00 Uhr
Einsatzende:  20.30 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Beschreibung: 

Die Feuerwehrkameraden übernahmen in Absprache mit dem FC Schwallungen die Absicherung des Sportplatzgeländes gegen eventuelle Brandgefahren und waren zu gleich für die Parkordnung der Fahrzeuge der ca. 1200 Zuschauer verantwortlich.
Der Einsatz verlief ohne Vorkommnisse.

Einsatznummer | Text | Stand:  10 | Tobias Erb | 06.09.2008; 17.15 Uhr


Art des Einsatzes:  Einsatz nach Alarmstichwort "Dachstuhlbrand" an der Hauptstraße im Ortsteil Zillbach
Datum:  Sonntag, dem 21.09.2008
Alarmierung:  10.02 Uhr
Einsatzende:  11.20 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8 - STA; weitere Wehren: Zillbach, Schmalkalden
Beschreibung: 

Der gemeldete Dachstuhlbrand eines Wohnhauses stellte sich nach Eintreffen der Feuerwehr als Brand eines Nebengebäudes des Wohnhauses heraus. Der Gebäude grenzte jedoch direkt an das Wohnhaus, welches dadurch leichte Brandschäden davon trug.
Das Schwallunger LF 16/12 baute die Wasserversorgung zum Brandherd auf und begann mit der Brandbekämpfung im Außenangriff.
Als Wasserentnahmestelle stand zunächst der 1200 Liter Tank des Schwallunger LF 16/12 zur Verfügung. Die Zillbacher Feuerwehr baute lange Wegestrecken zum Bach Zillbach auf und nutze ebenfalls das Hydrantennetz, welches aber wegen zu geringer Fördermenge nicht ausreichte.
Das Schwallunger LF 8 - TS 8 - STA fuhr weiter zum Zillbacher Löschteich und brachte dort die Tragkraftspritze in Stellung, um auch diese Wasserentnahmestelle erschließen zu können. Der Schlauch aus dem Schlauchtransportanhänger des LF 8 wurde jedoch nicht verlegt, da der Brand mittlerweile unter Kontrolle war und die Wasserentnahmestelle am Bach Zillbach ausreichte.
Die ebenfalls alarmierten Kräfte der Feuerwehr Schmalkalden blieben bis zur vollständigen Klärung der Lage mit ihrer Drehleiter und dem Tanker in Bereitschaft vor Ort.
Die Kameraden der Feuerwehr Zillbach übernahmen die Einsatzstelle vom Schwallunger Einsatzleiter und begannen mit den Restlöscharbeiten und der Brandwache. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Brandursache auf. Menschen und Tiere kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden.

Bilder:


Teil des Brandobjektes war auch ein Gewächshaus.


Das völlig nieder gebrannte Nebengebäude.


Das sehr dicht anstehende Wohnhaus trug leichte Brandschäden davon. Die Glutnester wurden aufgebrochen und abgelöscht.

Einsatznummer | Text | Stand:  11 | Tobias Erb | 21.09.2008; 12.00 Uhr; 1. Update: 17.15 Uhr


Art des Einsatzes:  Schwelbrand in einer Werkstatt mit starker Rauchentwicklung in der Lindenstraße in Schwallungen
Datum:  Mittwoch, dem 19.11.2008
Alarmierung:  04.37 Uhr
Einsatzende:  06.17 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12; weitere Wehren: Wernshausen
Art der Alarmierung Sirene und SMS (Leitstelle SM)
Beschreibung: 

Ein Hausbesitzer, der auf Grund seiner Arbeit früh aufstehen muss und sein Fahrrad aus der Scheune holen wollte, bemerkte starken Rauchgeruch. Um nachzuschauen, öffnete er die Türen zu einem Werkstattbereich, woraufhin große Mengen an Rauchgasen austraten. Sofort verständigte er die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen über Notruf 112. Hieraufhin wurden die Feuerwehren aus Schwallungen und Wernshausen alarmiert.
Die Schwallunger Einsatzkräfte drangen nach Eintreffen am Einsatzort in den Hof und weiter in den brennenden Teil des Nebengebäudes vor. Sie stellten einen heftigen Schwelbrand mit starker Rauchgasentwicklung fest. Die in großen Mengen austretenden Rauchgase wurden von Kameraden, die weiter weg und nicht unter Atemschutz zum Einsatz kamen als stark reizend und ätzend beschrieben, so dass davon auszugehen war, dass Kunststoffe verbrennen.
Durch das Öffnen der Türen zum Brandraum wurde die Sauerstoffzufuhr erhöht, so dass sich der Schwelbrand in einen Feuerbrand weiter entwickelte. Durch die sofortige Brandbekämpfung mittels Schnellangriffshaspel und dem im LF 16/12 eingebauten Wassertank konnte das Feuer jedoch schnell niedergeschlagen werden. Im weiteren Verlauf der Löscharbeiten wurde ein Verteiler mit einem C-Strahlrohr als Absicherungsmaße verlegt. Als Wasserentnahmestelle wurde eine Schlauchleitung zu einem ca. 100 Meter entfernten Unterflurhydranten aufgebaut, der, wie die Kameraden vom Scheunengroßbrand am 08.04.2008 wussten, eine ausreichende Wasserversorgung sicherstellt.
Der Löschzug der Feuerwehr Wernshausen sowie das Schwallunger LF8-TS8-STA, welches bei Bedarf eine unerschöpfliche Wasserversorgung von der Werra aufgebaut hätte, blieb mit Mannschaft und Gerät in Bereitschaft.

Das Brandausmaß konnte auf den beim Eintreffen der Feuerwehr vorgefundenen Bereich begrenzt werden. Die brennende Werkstatt war glücklicherweise durch eine massive Decke und durch eine Tür zur Scheune abgetrennt, was die weitere Brandausbreitung verzögerte. Des Weiteren ist es der schnellen Meldung des Feuers, infolge der frühen Arbeitstätigkeit des Hausbesitzers, zu verdanken, dass schlimmeres verhindert wurde. Wäre das Feuer weitere Zeit unentdeckt geblieben, hätte das Rauchgas durchgezündet (Roll-Over bzw. sogar Flash-Over), so dass ein Vollbrand die Folge wäre. Diese erhebliche Gefahr des explosionsartigen Durchzündens bestand zu jeder Zeit, sowohl für den ungeschützt nachschauenden Hausbesitzer zu Beginn, als auch für den später unter Schutzkleidung vorrückenden Löschtrupp.
Bedenkt man, dass die bauliche Situation des Brandobjektes und der benachbarten Gebäude sicher gleich eng und verbunden der des brennenden 4-Scheunenkomplexes am 08.04.2008 (nur 100 Meter entfernt) ist, hätte dieser Brand zu erheblichen Schäden führen können.

Vor Ort waren auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor und die Polizei.

Bilder:


Sehr wichtig: Atemschutzüberwachung (Druck der Pressluftatmerflaschen) des in dem Gebäude befindlichen Atemschutztrupps.


Brandreste.

Einsatznummer | Text | Stand:  12 | Tobias Erb | 19.11.2008; 10.50 Uhr



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