Einsatzberichte des Jahres 2005

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Statistik - Tabelle aller Einsätze



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Art des Einsatzes:  Sicherheitswache für den Wasunger Karnevalsumzug
Datum:  Samstag, dem 05.02.2005
Sicherheitswache:  12.00 Uhr - 17.00 Uhr (am "Brunnenplatz")
vor Ort stationierte Fahrzeuge:  LF 16/12
Beschreibung: 

Um die Sicherheit der Gäste während des Wasunger Karnevalsumzugs zu gewährleisten, hatten die benachbarten Feuerwehren die Aufgabe, mit Mannschaft und Gerät vor Ort zu sein.

Text / Stand:  Tobias Erb / 09.02.2005


Art des Einsatzes:  Vollbrand eines Bungalow in Schwallungen, Ortsteil Schwarzbach
Datum:  Donnerstag, dem 31.03.2005
Alarmierung:  04.15 Uhr
Einsatzende:  06.30 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8 - STA, und das KLF der Ortsteilwehr Schwarzbach
Art der Alarmierung Sirene
Beschreibung: 

Nachdem Einwohner der Gemeinde Schwarzbach den brennenden Bungalow bemerkten, wurden über die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen die Feuerwehren aus Schwarzbach, als erste vor Ort, und aus der Hauptgemeinde Schwallungen alarmiert. Die Polizei, die Brandursachenermittler und der Rettungsdienst waren ebenfalls an der Einsatzstelle.
Die Uhrzeit sowie Nebel verhinderten, dass der Brand frühzeitig bemerkt wurde. Dies führte dazu, dass das 1-stöckige Gebäude (ca. 10mx5m Fläche) bereits während des Absetzen des Notrufes durch die Schwarzbacher Einwohner in voller Ausdehnung brannte.
Nach Ankunft am Einsatzort legte die Schwarzbacher Wehr einen Verteiler, welcher aus dem Hydrantennetz über eine TS gespeist wurde.
Die nachrückenden Schwallunger Kräfte setzen ebenfalls eine TS an den Fluss "Schwarzbach" und speisten in das Schwallunger LF 16/12 ein, welches als Verstärkerpumpe fungierte. Von hier aus wurde ein 2. Verteiler gelegt. Die Löschtrupps bekämpften den Brand mit 4 C-Strahlrohren von allen Seiten des Gebäudes. Da das Gebäude vollständig brannte, war ein Innenangriff zunächst nicht möglich.
Eine Gefahr für die Löschmannschaften stellten die am Gebäude angebrachten Asbestplatten dar. Asbestplatten haben die Eigenschaft, bei Hitzeeinwirkung mit lauten Knallen und umherfliegenden Trümmerstücken zu zerplatzen. Um sich hiervor zu schützen, wurde der Sicherheitsabstand zum Brandobjekt erhöht.
Für schnelles Handeln sorgte der Hinweis eines Einwohners, dass im Gebäude eine Gasflasche vorhanden ist. Der Einsatzleiter ordnete sofort einen größeren Abstand zum Gebäude an. Der Hinweis stellte sich jedoch rasch als Irrtum heraus. Der Einwohner verwechselte auf Grund des Nebels, der starken Rauchentwicklung und der vielen Bäume, welche die Bungalow-Reihen umgaben, das brennende Gebäude mit einem benachbarten, nicht brennenden Bungalow. In diesem standen mehrere Gasflaschen. An dieser Stelle soll aber auch klar gesagt werden, dass die Feuerwehr auf ernst gemeinte taktische Hinweise, auch wenn sie am Ende vielleicht nicht korrekt sind, immer angewiesen ist!
Natürlich kamen die Strahlrohre auch zum Abschirmen des Nachbarbungalows und der Bäume zum Einsatz. Glücklicherweise wurden bei dem Brand keine Personen verletzt oder getötet. Obwohl der Brand nach Eintreffen der Feuerwehr schnell eingedämmt war, ist das Gebäude auf Grund der im Vorfeld zu langen ungehinderten Brennphase vollständig abgebrannt und damit ein Totalverlust. Die Nachlöscharbeiten zur Bekämpfung kleinerer versteckter Glutnester sowie das Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft aller Feuerwehren schlossen sich an die Brandbekämpfung an.

Text / Stand:  Tobias Erb / 31.03.2005 / 07.48 Uhr; 1. Update: 12.18 Uhr; 2. Update: 16.06 Uhr


Art des Einsatzes:  Nach vermuteten Sprengkörperfund an der Bahnstrecke zwischen Schwallungen und Wernshausen - Absicherung der Gefahrenstelle
Datum:  Mittwoch, dem 11.05.2005
Alarmierung:  17.00 Uhr
Einsatzende:  19.15 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung SMS (durch T. Erb)
Beschreibung: 

Nachdem bei Schachtarbeiten an der Bahnstrecke zwischen Schwallungen und Wernshausen (bei Wernshausen) ein Gegenstand freigelegt wurde, der wie ein Sprengkörper aussah, wurde der Bahnverkehr gestoppt und die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen informiert. Diese alarmierte die Wehren aus Schwallungen und Wernshausen mit dem Einsatzbefehl die Bahnstrecke mit angrenzendem Radweg großräumig abzusichern, so dass keine Menschen in die Gefahrenzone gelangen können. Auch der Bundesgrenzschutz und die Polizei waren vor Ort.
Die Schwallunger Wehr wurde über das SMS-Alarmierungssystem alarmiert, nahm mit dem LF 16/12 am Radweg in Höhe des "Windenhofes" Aufstellung und sicherte den Bereich aus Richtung Schwallungen ab. Die Feuerwehr Wernshausen riegelte die Gefahrenstelle von der anderen Richtung ab.
Der von den zuständigen Behörden angeforderte Kampfmittelräumdienst aus Nordhausen untersuchte die Gefahrenquelle. Nach Angaben des Bundesgrenzschutzes handelte es sich um eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg.

Text / Stand:  Tobias Erb / 11.05.2005 / 21.23 Uhr; 1. Update: 12.05.2005 / 14.50 Uhr


Art des Einsatzes:  Schwerer Verkehrsunfall auf der Landstraße zwischen Schwarzbach und Schwallungen
Datum:  Sonntag, dem 12.06.2005
Alarmierung:  05.23 Uhr
Einsatzende:  08.15 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8 - STA
Art der Alarmierung Sirene
Beschreibung: 

Nachdem die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen über einen schweren Verkehrsunfall Kenntnis erhielt, wurden zahlreiche Rettungskräfte alarmiert. Die Feuerwehr Schwallungen rückte mit beiden Fahrzeugen aus. Auch die Freiwillige Feuerwehr Wasungen (Feuerwehr mit besonderen Aufgaben) war mit zwei Fahrzeugen vor Ort.
Auf der Straße zwischen Schwarzbach und Schwallungen kam ein aus Richtung Schwarzbach fahrender PKW von der Straße ab und rutschte ca. 50 Meter im Straßengraben weiter, bis er auf die Betonröhre einer Straßengrabenüberführung prallte.
Am Einsatzort waren bereits der leitende Notarzt, der organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie viele Rettungsassistenten damit beschäftigt drei Schwerverletzte, die ohne technisches Gerät aus dem Unfallfahrzeug gerettet werden konnten, zu versorgen.
Der 4. Insasse, der Fahrer des PKW, wurde beim Aufprall getötet. Mit dem Rettungsgerät des Schwallunger LF 16/12 wurde die Fahrertür aufgebracht, so dass der Tote geborgen werden konnte.
Die drei Schwerverletzten wurden in drei Rettungstransportwagen behandelt. Alle mussten künstlich beatmet werden. Zwei der Personen wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert. Da die Krankenhäuser meist nur Kapazitäten für ein Polytrauma haben, d.h. alle Fachabteilungen (Chirurgie, Neurochirurgie usw. kommen zum Einsatz), war es erforderlich die 3. Person, eine Frau, mit dem Intensivtransporthubschrauber "Christoph Thüringen" aus Bad Berka ins Helios Klinikum Erfurt zu fliegen und damit eine optimale Verteilung der Patienten auf die zur Verfügung stehenden Krankenhäuser zu gewährleisten. Der Intensivtransporthubschrauber "Christoph Thüringen" ist der einzige Rettungstransporthubschrauber, der auch nachts fliegen kann, da er mit zwei Piloten besetzt ist und Nachtsichtgeräte an Bord hat. Für die Landung von "Christoph Thüringen" bereiteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wasungen einen Landeplatz vor und sicherten diesen ab.
Während der Rettungsarbeiten wurde die Unfallstelle von der Polizei abgesperrt und der PKW mit Löschmitteln gegen Brandentstehung abgesichert. Nachdem die Polizei und ein Unfallgutachter alle Daten zum Unfallhergang aufgenommen hatten, wurde das Unfallfahrzeug mit einem Abschleppwagen abtransportiert. Der Leichnam wurde an ein ebenfalls angefordertes Bestattungsunternehmen übergeben.

Informationen zum Thema Rettungstransporthubschrauber:
Rettungstransporthubschrauber sind in folgenden Thüringer Städten stationiert: Suhl, Jena, Nordhausen sowie ein Reserve-Rettungstransporthubschrauber der Luftwaffe in Erfurt. Dieser darf jedoch nur in absoluten Notfällen angefordert werden, da er nicht dem regulären Rettungsdienst eingegliedert ist.
Hinzu kommt der bereits erwähnte Intensivtransporthubschrauber "Christoph Thüringen" aus Bad Berka. Dieser Hubschrauber ist der einzige in Thüringen, der auch nachts fliegen kann, da er mit 2 Piloten besetzt ist und mit Nachsichtgeräten ausgerüstet ist.

Text / Stand:  Tobias Erb / 12.06.2005 / 12.57 Uhr; 1. Update: 13.06.2005 / 10.00 Uhr


Art des Einsatzes:  Zwei Bahndammbrände zwischen dem Bahnübergang nach Wasungen und dem Bahnübergang nach Zillbach
Datum:  Samstag, dem 03.09.2005
Alarmierung:  12.38 Uhr
Einsatzende:  14.14 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8 - STA
Art der Alarmierung Sirene und SMS (durch Leitstelle)
Beschreibung: 

Nachdem es ein paar Tage nicht geregnet hatte, waren Gras und Büsche entlang der Bahnstrecke ausgetrocknet. Eine Dampf-Lokomotive, die im Rahmen der Meininger Dampfloktage über die Gleise fuhr, verursachte dabei zwei Brände.
Der eine, an der Gleisen Richtung Wasungen, ca. 250 Meter vor dem Bahnübergang, wurde von einem Autofahrer bemerkt. Dieser verständigte den Notruf, woraufhin die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen die Feuerwehr Schwallungen alarmierte. Die ersten Einsatzkräfte mit dem LF 16/12 erkannten, dass sich der Brand bereits auf ca. 70 m² ausgebreitet hatte. Sofort wurde der Ausrückbefehl für das zweite Schwallunger Fahrzeug, LF 8 - TS 8 - STA, gegeben. Gleichzeitig wurde der Brand mit zwei C-Strahlrohren und der Schnellangriffshaspel bekämpft, wobei hier das Verhindern der weiteren Ausbreitung im Vordergrund stand. Alle nötigen Schläuche wurden unter den Schienen verlegt. Als Wasserentnahmestelle diente der 1200 Liter Tank der LF 16/12. Vom Einsatzleiter wurde über die Leitstelle die Weisung an die Bahn gegeben, den Einsatzort bis auf Widerruf nur mit geringer Geschwindigkeit zu befahren. Aus Sicherheitsgründen war an jeder Gleisrichtung eine Einsatzkraft beauftragt, vor heranfahrenden Zügen zu warnen. Da der Tank ausreichte, um die Flammen niederzuschlagen, kam das zweite Fahrzeug (LF 8 - TS 8 - STA) nicht zum Einsatz. Es hätte für die weitere Wasserversorgung eine TS zur Wasserentnahme an der nah gelegenen Werra aufgebaut.
Noch während der Löscharbeiten berichteten andere Autofahrer von einem zweiten Brand, diesmal an den Gleisen Richtung Zillbach. Da der erste Bahndammbrand keine weitere Gefahr mehr darstellte, gab der Einsatzleiter beiden Fahrzeugen den Befehl, zu diesem Brand auszurücken. Vor Ort konnte aber kein Feuer entdeckt werden. Daraufhin suchte die Mannschaft auf dem geländegängigen Fahrzeug (LF 8) die Gleise Richtung Wernshausen ab. Währenddessen konnten Radfahrer über den Ort des Brandes Auskunft geben. Der Brand, ca. 400 Meter vor dem Bahnübergang, war bereits von alleine erloschen. Da keine akute Gefahr bestand, wurde das LF 16/12 zum Befüllen des Tankes in die Ortschaft geschickt. Anschließend wurde der Brandabschnitt gewässert, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Unterdessen hielt der Einsatzleiter einen heranfahrenden Zug an, um den Lokführer nach weiteren Bränden zu fragen. Da dieser von keinen weiteren Bränden berichtete, wurde das zweite Löschgruppenfahrzeug zurückgerufen.
Nach dem Wässern des zweiten Brandherdes, fuhr das LF 16/12 mit einer erneuten Tankfüllung zum ersten Brandherd zurück. Die Brandfläche wurde noch mal intensiv gewässert, um einer Gefahr des Wiederaufflammens vorzubeugen.

Erneuter Einsatz:
Sonntag, 04.09.2005, 15.24 Uhr - 16.05 Uhr, SMS-Alarmierung über Leitstelle

Nachdem ein Verkehrsteilnehmer geringe Rauch- und Flammenentwicklung an der ersten Brandstelle (s.o.) entdeckte, verständigte er den Notruf. Die Leitstelle löste wegen der geringen Gefahr den "stillen" SMS-Alarm aus.
Die Mannschaft des ausgerückten LF 16/12 konnte vor Ort keine Flammen oder Rauch entdecken. Sicherheitshalber wurden aber erneut die Brandfläche und vor allem die Ränder zur nicht verbrannten Vegetation mit dem Tankinhalt des Löschgruppenfahrzeuges gewässert.

Text / Stand:  Tobias Erb / 03.09.2005 / 16.55 Uhr; 1. Update: 05.09.2005 / 13.00 Uhr


Art des Einsatzes:  Absicherung und Einweisung im Rahmen "Neubau Umgehungsstraße Schwallungen"
Datum:  Montag, dem 05.12.2005
Alarmierung:  13.00 Uhr
Einsatzende:  15.30 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8
Art der Alarmierung vorherige Absprache
Beschreibung: 

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden zu Absicherungs- und Einweisungsaufgaben an der B19 Richtung Wernshausen in Höhe der Tankstelle eingesetzt.
Hier fand anlässlich des Neubaus der Umgehungsstraße (B19) für die Ortschaft Schwallungen ein symbolischer Spatenstich statt.

Text / Stand:  Tobias Erb / 05.12.2005

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