| Beschreibung: |
Nachdem es ein paar Tage nicht geregnet hatte, waren Gras und Büsche entlang der Bahnstrecke
ausgetrocknet. Eine Dampf-Lokomotive, die im Rahmen der Meininger Dampfloktage über die Gleise fuhr,
verursachte dabei zwei Brände.
Der eine, an der Gleisen Richtung Wasungen, ca. 250 Meter vor dem Bahnübergang,
wurde von einem Autofahrer bemerkt. Dieser verständigte den Notruf, woraufhin die Leitstelle
Schmalkalden-Meiningen die Feuerwehr Schwallungen alarmierte. Die ersten Einsatzkräfte mit dem LF 16/12
erkannten, dass sich der Brand bereits auf ca. 70 m² ausgebreitet hatte. Sofort wurde der Ausrückbefehl
für das zweite Schwallunger Fahrzeug, LF 8 - TS 8 - STA, gegeben. Gleichzeitig wurde der Brand mit zwei
C-Strahlrohren und der Schnellangriffshaspel bekämpft, wobei hier das Verhindern der weiteren Ausbreitung
im Vordergrund stand. Alle nötigen Schläuche wurden unter den Schienen verlegt. Als Wasserentnahmestelle
diente der 1200 Liter Tank der LF 16/12. Vom Einsatzleiter wurde über die Leitstelle die Weisung
an die Bahn gegeben, den Einsatzort bis auf Widerruf nur mit geringer Geschwindigkeit zu befahren.
Aus Sicherheitsgründen war an jeder Gleisrichtung eine Einsatzkraft beauftragt, vor heranfahrenden Zügen
zu warnen. Da der Tank ausreichte, um die Flammen niederzuschlagen, kam das zweite Fahrzeug
(LF 8 - TS 8 - STA) nicht zum Einsatz. Es hätte für die weitere Wasserversorgung eine TS zur Wasserentnahme
an der nah gelegenen Werra aufgebaut.
Noch während der Löscharbeiten berichteten andere Autofahrer von einem zweiten Brand, diesmal an den
Gleisen Richtung Zillbach. Da der erste Bahndammbrand
keine weitere Gefahr mehr darstellte, gab der Einsatzleiter beiden Fahrzeugen den Befehl,
zu diesem Brand auszurücken. Vor Ort konnte aber kein Feuer entdeckt werden. Daraufhin suchte die Mannschaft
auf dem geländegängigen Fahrzeug (LF 8) die Gleise Richtung Wernshausen ab. Währenddessen konnten
Radfahrer über den Ort des Brandes Auskunft geben. Der Brand, ca. 400 Meter vor dem Bahnübergang,
war bereits von alleine erloschen. Da keine akute Gefahr bestand, wurde das LF 16/12 zum Befüllen
des Tankes in die Ortschaft geschickt. Anschließend wurde der Brandabschnitt gewässert, um ein
erneutes Aufflammen zu verhindern. Unterdessen hielt der Einsatzleiter einen heranfahrenden Zug an,
um den Lokführer nach weiteren Bränden zu fragen. Da dieser von keinen weiteren Bränden berichtete,
wurde das zweite Löschgruppenfahrzeug zurückgerufen.
Nach dem Wässern des zweiten Brandherdes, fuhr das LF 16/12 mit einer erneuten Tankfüllung zum ersten
Brandherd zurück. Die Brandfläche wurde noch mal intensiv gewässert, um einer Gefahr des
Wiederaufflammens vorzubeugen.
Erneuter Einsatz:
Sonntag, 04.09.2005, 15.24 Uhr - 16.05 Uhr, SMS-Alarmierung über Leitstelle
Nachdem ein Verkehrsteilnehmer geringe Rauch- und Flammenentwicklung an der ersten Brandstelle (s.o.)
entdeckte, verständigte er den Notruf. Die Leitstelle löste wegen der geringen Gefahr den
"stillen" SMS-Alarm aus.
Die Mannschaft des ausgerückten LF 16/12 konnte vor Ort keine Flammen oder Rauch entdecken.
Sicherheitshalber wurden aber erneut die Brandfläche und vor allem die Ränder zur nicht verbrannten Vegetation
mit dem Tankinhalt des Löschgruppenfahrzeuges gewässert.
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