Einsatzberichte des Jahres 2003

Archiv - Einsatzberichte aus den Jahren
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Statistik - Tabelle aller Einsätze



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Art des Einsatzes:  Hochwasserabwehr im Werrasportpark und in Teilen des Ortsgebietes
Datum:  Freitag, dem 03.01.2003
Alarmierung:  07.07 Uhr
Einsatzende:  04.01.2003, 04.30 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8 (mit Schlauchboot)
Art der Alarmierung Führungskräfte durch Hochwasservorwarnsystem über SMS, weitere Kräfte telefonisch
Beschreibung:  Nach lang anhaltenden und starken Regenfällen, verbunden mit Schneeschmelze in den Mittelgebirgen, stieg der Pegel der "Werra" stark an, so dass zunächst weite Teile der Werrawiesen überflutet wurden. Der Werrasportpark sowie die Räumlichkeiten der Diskothek OASE wurden durch einen eigens für diesen Fall geschaffenen Damm geschützt.
Nachdem aber der Pegel in Meiningen den behördlich festgelegten Alarmstufe 2 Pegel (325 cm) weit überschritten hatte (Maximalpegel lag bei 354 cm), bestand die akute Gefahr eines Dammbruches. Die Feuerwehreinsatzkräfte versuchten bis in den Morgen des nächsten Tages hinein den Damm mit vielen Sandsäcken weiter zu stabilisieren. Gleichzeitig wurden Vorkehrungen getroffen, in Falle eines Dammbruches die Räume der OASE trocken zu halten. Um 04.00 Uhr konnten die Kräfte abrücken, da der Wasserstand zu dieser Zeit anfing zu fallen. Der Damm hatte gehalten.
Die Hilfe der Feuerwehr wurde auch von einigen Bürgern in Anspruch genommen, welche ebenfalls Sandsäcke anforderten um ihre Kellertüren gegen die vordringenden Wassermassen zu sichern.

Nachtrag:
Am Sonntag, dem 05.01.2003 um 10.15 Uhr rief ein Werraanwohner in der Zillbacher Straße telefonisch um Hilfe, da der Keller durch den hohen Grundwasserspiegel voll gelaufen war. Normalerweise werden Keller erst dann leer gepumpt, wenn kein Wasser mehr nachläuft, da nachströmendes Wasser das Fundament und die Wände des Hauses ausspülen könnte. In diesem Fall drohte das Wasser den Öl-Heizungsofen zu beschädigen. Deshalb wurde der Keller mittels einer elektrischen Tauchpumpe abgepumpt.

Hier finden Sie einige Bilder zum Hochwassereinsatz.
Text / Stand:  Tobias Erb / 05.01.2003


Art des Einsatzes:  Beseitigung einer Ölspur nach Verkehrsunfall
Datum:  Donnerstag, dem 27.02.2003
Alarmierung:  07.30 Uhr
Einsatzende:  08.00 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung Sirene
Beschreibung:  Nach einem Verkehrsunfall zwischen 2 PKW wurde die Fahrbahn durch auslaufendes Öl verschmutzt. Der Unfall ereignete sich innerhalb der Ortschaft auf der Zillbacher Straße in Höhe der Fußgängerbrücke über die Werra. Das Öl wurde von den Kameraden der Einsatzgruppe mittels Ölbindemittel schnell unschädlich gemacht. Bei dem Unfall wurden keine Personen verletzt.
Text / Stand:  Tobias Erb / 27.02.2003


Art des Einsatzes:  Schwerer Verkehrsunfall innerhalb der Ortslage Kreuzung Lindenstraße-Eisenacher Straße
Datum:  Samstag, dem 15.03.2003
Alarmierung:  23.25 Uhr
Einsatzende:  16.03.2003, 01.00 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung teilweise telefonisch, dann Sirene
Beschreibung:  Ein PKW-Fahrer kam innerhalb der Ortschaft von der Straße ab und fuhr auf der Kreuzung Lindenstraße-Eisenacher Straße in ein Wohnhaus. Das Fahrzeug sowie der Raum in den der PKW fuhr wurde dabei völlig zerstört. Der Fahrer konnte mit schweren Verletzungen aus dem Fahrzeug gerettet werden. Durch die Beschädigung der Hauswand bestand für die darüberliegenden Räume Einsturzgefahr. Das Wohnhaus wurde evakuiert und bevor der PKW aus dem Haus geborgen werden konnte, wurde die zerstörte Hauswand mit Holzbalken und anderem technischen Gerät abgestützt, um ein weiteres einstürzen zu verhindern. Eine Hausbewohnerin erlitt einen Schock. Sie wurde ebenfalls vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Als der PKW von der Straße abkam, riss er auch eine Stromverteilung um. Die offen liegenden Stromkabel stellten für die Rettungskräfte ebenfalls eine Gefahr dar. Mitarbeiter des TEAGs-Notdienstes (Energieversorger) wurden alarmiert, um den Schaden zu beheben.
Problematisch zeigte sich die Alarmierung der Feuerwehr. Es ist zu vermuten, dass sich durch Probleme mit der Funkverbindung das Auslösen der Sirene verzögerte. Diese konnte nämlich erst nach mehreren Versuchen aktiviert werden. Aus diesem Grund wurden Teile der Einsatzabteilung telefonisch über den Einsatz informiert.

Hinweis zu einem neuen Alarmierungssystem:

Schon länger, also nicht erst seit diesem Einsatz, plant die Wehrleitung der Feuerwehr Schwallungen die Einführung eines neuen Alarmierungsweges. Das neue System, es funktioniert über den Versand von SMS, ist nun einsatzbereit. Lesen Sie hierzu mehr auf dieser Seite.
Text / Stand:  Tobias Erb / 16.03.2003


Art des Einsatzes:  Fehlalarmierung durch Leitstellen-Zentralrechner
Datum:  Mittwoch, dem 16.04.2003
Alarmierung:  15.00 Uhr
Einsatzende:  ---
ausgerückte Fahrzeuge:  ---
Art der Alarmierung Sirene
Beschreibung:  Nachdem es im Zentralrechner der Leitstelle Schmalkalden-Meiningen eine Fehlschaltung gab, wurde anstatt des immer mittwochs um 15.00 Uhr üblichen Sirenen-Probealarms (Dauerton von 20 Sekunden) ein echter Feueralarm (Dauerton von 1 Minute, der 2 mal unterbrochen ist) ausgelöst.
Das SMS-Alarmierungssystem wurde nicht aktiviert, weil es nicht direkt an die Sirenenauslösung gekoppelt ist.
Text / Stand:  Tobias Erb / 16.04.2003


Art des Einsatzes:  Baumkrone auf Fahrbahn der B19 Richtung Wasungen
Datum:  Freitag, dem 25.04.2003
Alarmierung:  14.42 Uhr
Einsatzende:  15.00 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung SMS (durch Ortsbrandmeister Klaus Erb)
Beschreibung:  Ein Einwohner der Gemeinde Schwallungen alarmierte den Ortsbrandmeister, dass auf der Bundesstraße 19, in Richtung Wasungen eine Baumkrone auf der Fahrbahn liegt und eine Gefahr für den laufenden Verkehr darstellt. Der Ortsbrandmeister nutzte das neue SMS-Alarmierungssystem, um die Kameraden der Feuerwehr zum Einsatz zu rufen. Da an dem Fahrbahnabschnitt keine Bäume stehen, war es wahrscheinlich, dass ein LKW oder Kleintransporter die Baumkrone verloren hatte.
Nachdem die Einsatzgruppe an der gemeldeten Gefahrenstelle angekommen war, stellte der Gruppenführer fest, dass die Gegenstand bereits von einer anderen Person, möglicherweise dem Verursacher selbst, beseitigt wurde.
Text / Stand:  Tobias Erb / 25.04.2003


Art des Einsatzes:  Brand eines Komposthaufens im Trakener Weg in der Ortslage
Datum:  Sonntag, dem 03.08.2003
Alarmierung:  14.15 Uhr
Einsatzende:  15.15 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8 - STA
Art der Alarmierung Sirene und SMS (durch Zugführer Tobias Erb)
Beschreibung:  Nachdem die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen über einen Brand in der Nähe der Stallungen des örtlichen Reitvereins informiert wurde, wurden die Sirene und das SMS-Alarmierungssystem ausgelöst. Zuerst rückte das LF 16/12 aus. An der Einsatzstelle zeigte sich, dass ein größerer Komposthaufen auf dem Wiesengrundstück eines Schwallunger Einwohners auf ca. 25 Quadratmetern brannte. Auch der anliegende Gartenzaun, angrenzte Bäume sowie in der Nähe gelagerte Kanthölzer hatten bereits Feuer gefangen. Der Angriffstrupp rüstete sich wegen der starken Rauchentwicklung mit Preßluftatmern aus und begann mit Hilfe der Schnellangriffseinrichtung und des im Löschfahrzeug eingebauten 1200 Liter Wasser Tanks zunächst die Umgebung des Feuers abzuschirmen. Nachdem sich die Flamen nicht weiter ausbreiteten, wurde damit begonnen, jetzt mit einem weiteren C-Strahlrohr, das Feuer zu bekämpfen.
Währenddessen hatte bereits die Mannschaft des 2. Löschfahrzeuges damit begonnen, eine lange Wegestrecke vom Fluß "Werra" zur Einsatzstelle aufzubauen. Diese Wasserentnahmestelle war unbedingt erforderlich, da der Tankinhalt des 1. Löschfahrzeuges zur Neige ging und das Feuer noch nicht restlos erloschen war.
In Folge der hohen Temperaturen und der geringen Niederschläge in den letzten Wochen, hatten die Kameraden zum einen damit zu kämpfen, dass alles um den Brandherd herum schnell Feuer fing. Zum anderen war der Wasserstand der "Werra" derart niedrig, dass die Einsatzkräfte zunächst ein Loch in das Flußbett graben mußten, um den Saugschlauch unter Wasser zu bringen.
Durch den Brand sind keine Personen oder Tiere zu Schaden gekommen. Nach Angaben der Polizei ist die Brandursache Selbstentzündung.
Text / Stand:  Tobias Erb / 03.08.2003


Art des Einsatzes:  Brand eines Wiesenstückes auf einem Privatgelände an der B19 Richtung Wernshausen
Datum:  Montag, dem 04.08.2003
Alarmierung:  22.00 Uhr
Einsatzende:  22.18 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung Sirene und SMS (durch Leitstelle SM)
Beschreibung:  Sowohl Ortsbrandmeister als auch die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen wurden nahezu gleichzeitig durch verschiedene Personen über einen Brand in der Nähe des letzten Hauses des Ortes an der B19 Richtung Wernshausen informiert. Die Leitstelle löste neben der Sirene auch das SMS-Alarmierungssystem aus. Das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 rückte sogleich aus. Der Einsatzleiter stellte einen Wiesenbrand auf ca. 10 Quadratmetern fest. Der Brand wurde jedoch bereits durch das Eingreifen eines vor Ort anwesenden Feuerwehrmannes gelöscht. Dieser ist Hausmeister im benachbarten Möbelhaus "OPTI-Wohnwelt". Er benutzte einen der im Möbelhaus installierten Wandhydranten um das Feuer zu löschen, welches gerade noch so in der Reichweite des Löschschlauches lag. Die Einsatzkräfte mußten daher keine Technik für weitere Löschmaßnahmen aufbauen.
Bei dem Brand kamen keine Menschen oder Tiere zu Schaden. Brandursache ist zum einen die in den letzten Wochen anhaltende Trockenheit und zum anderen wahrscheinlich eine Zündquelle, wie z.B. eine achtlos weggeworfene Zigarette.
Text / Stand:  Tobias Erb / 04.08.2003


Art des Einsatzes:  Motorradunfall zwischen Schwarzbach und Schwallungen an der Flussbrücke, ca. 500 Meter vor Kreuzung Schwallungen-Schwarzbach-Wasungen
Datum:  Montag, dem 18.08.2003
Alarmierung:  14.15 Uhr
Einsatzende:  15.30 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung Sirene und SMS (durch Leitstelle SM)
Beschreibung:  Eine Gruppe von Motorradfahrern fuhr von Schwarzbach nach Schwallungen. Dabei hatte einer der Fahrer die Kurve vor der Brücke über den Fluss "Schwarzbach", wegen vermutlich zu hoher Geschwindigkeit, nicht geschafft. So fuhr er geradeaus in einen Waldweg hinein. Durch die Unebenheiten des Waldweges und die erhöhte Geschwindigkeit verlor der Fahrer die Kontrolle über seine Maschine und wurde nun, durch den Wald hindurch, in das Flussbett der "Schwarzbach" geschleudert.
Die anderen Motorradfahrer benachrichtigten die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen. Diese alarmierte neben der Feuerwehr Schwallungen auch den Rettungsdienst, den Notarzt und die Polizei. Die Einsatzgruppe der Feuerwehr half den Sanitätern bei der Rettung des Verletzten. Dabei wurde er mittels einer Vakuummatratze aus dem Flussbett gerettet und über eine größere Strecke zu dem Rettungswagen transportiert.
Nachdem die Rettung des Verunfallten abgeschlossen war, konnte das Motorrad aus dem Flussbett gehoben und zu den Angehörigen nach Schwallungen gebracht werden.
Da kein Öl oder Benzin ausgelaufen ist, bestand keine Umweltgefahr für den Flusslauf oder den Wald. Während des Einsatzes wurde auch auf eine mögliche Brandgefährdung geachtet, da die höchste Waldbrandwarnstufe galt.
Text / Stand:  Tobias Erb / 18.08.2003


Art des Einsatzes:  Waldbrand in der Entstehungsphase zwischen Radweg und Bahndamm, 400 m hinter Windenteich Richtung Wernshausen
Datum:  Donnerstag, dem 18.09.2003
Alarmierung:  11.01 Uhr
Einsatzende:  12.15 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 8 - TS 8, Multicar der Gemeinde
Art der Alarmierung Sirene und SMS (durch Leitstelle SM)
Beschreibung:  Eine Radfahrerin, welche auf dem Radweg zwischen Schwallungen und Wernshausen unterwegs war, bemerkte am Wegrand den Brand von abgeschnittenen Ästen und Unterholz. Sie informierte den Ortsbrandmeister der Einheitsgemeinde Schwallungen, welcher sofort die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen alarmierte.
Da das Gelände sehr unzugänglich ist, rückte nur das aus DDR-Zeiten stammende und sehr geländegängige Löschgruppenfahrzeug 8 (auch genannt: "LO") zur Einsatzstelle aus. Das andere Löschgruppenfahrzeug der Schwallunger Wehr, welches auch Wasser in einem Tank mitführt, wäre dem Gelände nicht gewachsen gewesen. Um dennoch Wasser an der Einsatzstelle zur Verfügung zu haben, wurde der gemeindeeigene Multicar, ein geländegängiger Alleskönner, mit einem Tank ausgerüstet (1000 Liter) und auch zur Einsatzstelle beordert.
Dort zeigte sich, dass ca. 20 Quadratmeter Waldboden brannten. Da glücklicherweise keine erhöhte Waldbrandwarnstufe mehr galt, konnte sich das Feuer nicht großflächig ausbreiten.
Dennoch wurde zunächst damit begonnen, das Feuer mittels Schaufeln und anderem Werkzeug an der noch weiteren Ausbreitung zu hindern. Nach Eintreffen des Multicars mit dem Wassertank und auch einer entsprechenden Pumpe, konnten die Flammen schnell gelöscht werden.
Um sicherzustellen, dass der Brand nicht wieder entfacht wird, wurden im Anschluss alle angebrannten Objekte nochmals sehr gründlich mit Wasser abgespült.
Als Brandursache ist eine Zündquelle, wie z.B. eine achtlos weggeworfene Zigarette aus einem vorbeifahrenden Zug, wahrscheinlich.
Text / Stand:  Tobias Erb / 18.09.2003


Art des Einsatzes:  Brand eines Altpapier-Containers auf der alten Werra-Brücke
Datum:  Samstag, dem 06.12.2003
Alarmierung:  23.33 Uhr
Einsatzende:  00.06 Uhr (07.12.2003)
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung SMS (durch Leitstelle SM)
Beschreibung:  Nachdem ein paar Jugendliche, welche zum Teil Mitglieder der Jugendfeuerwehr Schwallungen sind, Rauch aus einem Altpapier-Container aufsteigen sahen, informierten sie den Jugendfeuerwehrwart der Feuerwehr Schwallungen. Dieser verschaffte sich zunächst an der Brandstelle einen Überblick.
Da der Schwelbrand nicht mit einfachen Mitteln gelöscht werden konnte, informierte er die Leistelle Schmalkalden-Meiningen. Auf Grund des geringen Gefahrenpotentials, es war keine weitere Ausbreitung des Brandes möglich, genügte es, eine SMS-Alarmierung durchzuführen.
Die verständigten Kameraden konnten das schwelende Feuer mit dem Wassertank des Feuerwehrfahrzeuges schnell ablöschen.
Als Brandursache stellte die ebenfalls alarmierte Polizei Brandstiftung fest.
Text / Stand:  Tobias Erb / 07.12.2003


Art des Einsatzes:  PKW kommt von Straße ab und rammt Geländer der Werra-Brücke
Datum:  Sonntag, dem 07.12.2003
Alarmierung:  03.53 Uhr
Einsatzende:  04.24 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung SMS (durch Leitstelle SM)
Beschreibung:  Nachdem der Fahrer eines PKW die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte, rammte er das Eisengeländer der Werra-Brücke. Dabei wurde die Vorderseite des PKW beschädigt. Der Fahrer, der nicht verletzt wurde, schob sein Fahrzeug vom Bürgersteig zurück auf die Straße. Dabei stellte er fest, dass Öl und Bremsflüssigkeit austraten.
Ein anderer Autofahrer informierte telefonisch einen Kameraden der Feuerwehr Schwallungen über die Lage. Dieser wiederrum alarmierte die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen. Da keine Personen in Gefahr waren, genügte eine SMS-Alarmierung der Einsatzabteilung. Hierdurch wird im Vergleich zur Sirenenalarmierung eine Lärmbelästigung der Bevölkerung vermieden.
Die Einsatzkräfte sicherten zunächst die Unfallstelle ab. Die ausgetretenen Schadstoffe wurden mit chemischen Bindemitteln aufgefangen und entsorgt. Da der Unfallverursacher das Fahrzeug privat abschleppen lassen wollte, wurde die Batterie des Fahrzeuges aus Sicherheitsgründen abgeklemmt. Grund hierfür ist, dass die Airbags noch nicht ausgelöst hatten, sie aber durch die Beschädigung des Fahrzeuges und bei angeschlossener Stromversorgung im Nachhinein auslösen können. Dies stellt eine erhebliche Gefahr für den Insassen beim Abschleppen dar.
Text / Stand:  Tobias Erb / 07.12.2003


Art des Einsatzes:  Heizöl-Transporter verunfallt zwischen Schwallungen und Zillbach und verliert dabei große Mengen an Gefahrgut
Datum:  Dienstag, dem 30.12.2003
Alarmierung:  12.38 Uhr
Einsatzende:  19.26 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8 - STA, und weitere Fahrzeuge einer anderen Wehr
Art der Alarmierung zunächst: SMS (durch Leitstelle SM), später: Sirene
Beschreibung:  Ein Gefahrguttransporter, welcher Heizöl geladen hat (Stoffnummer: 1202), kam auf der Landstraße zwischen Schwallungen und Zillbach, ca. 400 Meter vor dem alten Schießübungsplatz der NVA, von der Straße ab und rammte einen Baum.
Die Vorderseite des Fahrzeuges wurde dabei stark beschädigt. Als der Baum an der rechten Fahrzeugseite entlangschrammte, wurde die vordere der beiden Tankkammern aufgerissen. Das Fassungsvermögen einer Kammer liegt bei 7000 Litern, wobei die beschädigte Kammer nicht voll war.
Das LF 16/12 der Schwallunger Wehr traf zuerst an der Unfallstelle ein. Der Fahrer, welcher unter Schock stand und verletzt war, wurde vom Rettungsdienst behandelt und in ein Krankenhaus gefahren. Die größte Gefahr stellte nun das auslaufende Öl für die Umwelt dar, weshalb das Loch im Tank mit mehreren Holzkeilen geschlossen wurde. Das restliche austropfende Öl konnte mit Schuttmulden aufgefangen werden. Leider sind aber ca. 500-1000 Liter Gefahrgut in den Zillbacher Grund ausgetreten und auch in geringen Mengen in den vorbeifließenden Bach namens "Zillbach" geraten.
Heizöl stellt keine große Gefahr in Sachen Entzündbarkeit da, denn auch die Umgebungstemperatur lag um den Nullpunkt. Trotzdem wurde die Unfallstelle weiträumig abgesperrt und das Unfallfahrzeug mit Schnellangriffshaspel, Feuerlöscher und einsatzbereiten Schaumrohr abgesichert. Die Besatzung des zweiten Fahrzeuges der Schwallunger Wehr, LF 8, staute währenddessen die "Zillbach" auf und setzte eine Tragkraftspritze. Diese würde im Notfall sofort als Löschwasserentnahmestelle zur Verfügung stehen.
Die von der Leitstelle ebenfalls alarmierte Feuerwehr Breitungen traf nun mit einem Teil des Gefahrgutzuges (GW-G3, LF 16/12, FüKW, ELW) an der Unfallstelle ein. Auch Vertreter des Landratsamtes wurden als Sachverständige für Umweltgefährdungen alarmiert.
Nun begannen Kameraden der FF Breitungen mit Hilfe des speziell für solche Fälle ausgerüsteten GW-G3 damit, das restliche Öl im defekten Tank abzupumpen. Des weiteren wurden Ölsperren und spezielle Ölbindemittel für Gewässer verwendet, um das im Bachlauf treibende Öl unschädlich zu machen.
Die hintere Kammer des verunfallten Fahrzeuges war noch mit 7000 Litern Öl gefüllt. Aus Sicherheitsgründen musste dieses vor der Bergung des Fahrzeuges ebenfalls abgepumpt werden. Hierfür wurde ein normales Tankfahrzeug einer Heizstofffirma zu Hilfe gerufen.
Jetzt konnte der Abschleppdienst damit beginnen, dass Fahrzeug mit einem Autokran zunächst vom Randstreifen zu ziehen und dann in Schlepp zu nehmen. Einige Schwierigkeiten bereitete die hindere Achse des Unfall-LKW. Diese lies sich nicht in den Freilauf bringen, was aber erforderlich ist. Um das Problem zu lösen wurde letztendlich die Kardanwelle des LKW abgebaut.
Nachdem nun die Unfallstelle geräumt wurde, mussten 2 Bäume gefällt werden, um Platz für die weiteren Arbeiten zu schaffen. Da der bei dem Unfall umgestützte Baum ebenfalls im Weg lag, wurde er mit der Motorsäge zerschnitten und mit dem geländegängigen LF 8 der Schwallunger Wehr aus dem Arbeitsbereich herausgezogen.
2 Bagger konnten nun damit beginnen, ölverseuchtes Erdreich abzutragen. Ca. 27 m3 Erde wurden in Containern abtransportiert.
Durch die einsetzende Dunkelheit war es nötig die Einsatzstelle auszuleuchten. Die Feuerwehr Schwallungen setzte hierfür mehrere Flutlichtlampen ein.
Damit die Straße aufgrund des abgetragenen Erdreiches nicht wegrutscht, verständigte das ebenfalls alarmierte Straßenbauamt einen weiteren LKW, welcher Schotter in das entstandene Loch kippte.
Die Polizei sicherte die Einsatzstelle ab, sperrte die Landstraße zwischen Schwallungen und Zillbach und sammelte alle Nötigen Informationen zum Unfallhergang.

Einsatznachbereitung: Freitag, 02.01.2004, 13.00-14.00 Uhr
Die Kameraden der FF Schwallungen rückten mit dem LF 8 - TS 8 und einem leergeräumten Tragkraftspritzenanhänger (TSA) zur Einsatzstelle aus, um die dort verbliebenen Ölsperren einzusammeln.

Hier finden Sie einige Bilder zum Gefahrgutunfall.
Text / Stand:  Tobias Erb / 02.01.2004

Zu den Einsatzberichten des Jahres 2004
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