Einsatzberichte des Jahres 2002

Archiv - Einsatzberichte aus den Jahren
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Statistik - Tabelle aller Einsätze



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Art des Einsatzes:  Beseitigung eines umgestürzten Baumes nach heftigem Sturm
Datum:  Sonntag, dem 26.01.2002
Alarmierung:  21.10 Uhr
Einsatzende:  22.05 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung:  telefonisch
Beschreibung:  Die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen informierte die Wehrleitung der Schwallunger Feuerwehr über Telefon, dass es auf der Landstraße zwischen Schwallungen und Zillbach in Höhe der "Mühle" zu einem Sturmschaden gekommen ist. Nachdem die mit Hilfe der Telefonkette alarmierte Einsatzgruppe am Einsatzort angekommen war, hatten bereits Kameraden der Zillbacher Feuerwehr mit dem Zersägen des umgestürzten Baumes begonnen. Die Schwallunger Einsatzkräfte schlossen sich den Aufräumungsarbeiten mit Besen und Motorkettensäge an. Die Straße konnte so binnen kurzer Zeit geräumt werden.
Text / Stand:  Tobias Erb / 27.01.2002


Art des Einsatzes:  Technische Hilfeleistung nach schweren Verkehrsunfall in Höhe der BayWa-Tankstelle
Datum:  Samstag, dem 11.05.2002>
Alarmierung:  00.50 Uhr
Einsatzende:  02.30 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung:  Sirene
Beschreibung:  Die Einsatzkräfte der FF Schwallungen wurden zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten gerufen. Ein Fiat-Panda, besetzt mit 6 Personen, fuhr Ortseingang Schwallungen in Höhe der "BayWa Tankstelle" in einen Baum. Eine Person, die im Fahrzeug eingeklemmt war, wurde mit den hydraulischen Rettungsgeräten "Schneider und Spreizer" aus dem Fahrzeug gerettet. Viele der Insassen erlitten schwere Kopf- und Beinverletzungen und standen unter Schock. Aufgrund der hohen Anzahl von Verletzten unterstützten die Feuerwehreinsatzkräfte die Rettungssanitäter und den Notarzt bei der ärztlichen Betreuung. Natürlich wurde die Unfallstelle ausgeleuchtet und gegen den Straßenverkehr und die Brandgefahr abgesichert.
Text / Stand:  Karolin Erb / 13.05.2002


Art des Einsatzes:  Suche einer vermissten Person entlang der "Werra"
Datum:  Donnerstag, dem 16.05.2002
Alarmierung:  15.50 Uhr
Einsatzende:  20.30 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8 (mit 2 Schlauchbooten)
Art der Alarmierung:  telefonisch
Beschreibung:  Nachdem in der Nacht vom 15. auf den 16. Mai eine ältere Frau aus Schwallungen vermisst wurde, suchte die Polizei mit Fahrzeugen, Hubschraubern und auch zu Fuß die Ortschaft nach ihr ab. Dabei wurde auch das Flussufer der "Werra" in die Suche eingeschlossen. Leider wurde die Frau bis in den Nachmittag hinein nicht gefunden. Daraufhin bat die Polizei den Ortsbrandmeister der Gemeinde Schwallungen den Fluss mit Schlauchbooten abzusuchen. Im Einsatz waren 2 Boote, welche das Ufer abfuhren. Dabei wurde ein Haufen von angeschwemmten Treibholz abgetragen, um diesen zu durchsuchen. Leider erwies sich auch diese erste Spur als Fehlschlag. Da es in den Tagen zuvor geregnet hatte, war der Wasserstand der "Werra" höher als normal und auch die Fliesgeschwindigkeit entsprechend hoch. Hierdurch kam es während der weiteren Suche zu einem Unfall, bei dem eines der Schlauchboote umstürzte. Glücklicherweise sind die Kameraden aus dieser nicht ungefährlichen Situation mit dem Schrecken davongekommen. Anschließend wurde die Suche flussabwärts fortgesetzt, doch leider konnte die vermisste Person in den Abendstunden in Höhe des "Windenteiches" nur noch Tod geborgen werden.
Text / Stand:  Tobias Erb / 18.05.2002


Art des Einsatzes:  Unterstützung des Rettungsdienstes bei Krankentransport
Datum:  Mittwoch, dem 17.07.2002
Alarmierung:  13.30 Uhr
Einsatzende:  14.00 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  (kein Feuerwehrfahrzeug eingesetzt, Anfahrt zum Einsatzort mit Privat-PKW)
Art der Alarmierung:  telefonisch
Beschreibung:  Während eines DRK-Einsatzes hatten die Rettungssanitäter Probleme eine Person, auf Grund erhöhten Übergewichts, aus einem Gebäude zu transportieren. Der Ortsbrandmeister der Feuerwehr Schwallungen wurde von der Leitstelle Schmalkalden-Meiningen gebeten, die Rettungssanitäter bei ihrem Einsatz zu unterstützen. Durch die Hilfe weiterer Feuerwehrkameraden konnte die Person zum weiteren Transport in ein Rettungstuch gelegt und schließlich auch in den Rettungswagen gebracht werden.
Text / Stand:  Tobias Erb / 17.07.2002


Art des Einsatzes:  Grossbrand im Möbelhaus ERBE im Gewerbegebiet
Datum:  Donnerstag, dem 18.07.2002
Alarmierung:  05.24 Uhr
Einsatzende:  14.00 Uhr
Brandwache:  14.00 Uhr - 23.00 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8 - STA
Art der Alarmierung:  Sirene
Beschreibung:  Am frühen Morgen meldete eine Person der Polizei, dass das Möbelhaus "Erbe" im Gewerbegebiet der Gemeinde Schwallungen in Brand steht. Die Polizei leitete den Notruf an die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen weiter. Diese löste Großalarm aus und alarmierte neben der Feuerwehr Schwallungen, auch folgende Stützpunktfeuerwehren: Meiningen, Schmalkalden, Wernhausen und Breitungen.
Zum Einsatz kamen neben einigen Löschgruppenfahrzeugen auch 2 Drehleitern und 3 Tanker. Zu Spitzenzeiten wurden aus dem Schwallunger Hydrantennetz 60.000 Liter Wasser pro Stunde zum Löschen entnommen. Durch diesen großen Wasserverbrauch waren am Nachmittag nur noch 15 % des Wasservorrates im Leitungsnetz verfügbar, welches sich negativ auf die Wasserversorgung der Gemeinde auswirkte. Die Löschwasserentnahme aus dem Hydrantennetz musste daraufhin eingestellt werden. Neben der Wasserentnahmestelle Hydrant wurde bereits zu Beginn des Einsatzes, die im Gewerbegebiet installierte Löschwasserzisterne des Büromöbelherstellers "Organo Möbel" mit 2 "langen Wegestrecken" zur Wasserversorgung herangezogen. Durch die enorme Fördermenge stand auch dieses Wasserreservoir bereits am Vormittag kurz vor dem Ende. Jedoch war der Brand zu dieser Zeit zum Großteil bereits gelöscht, so dass man keine großen Mengen an Löschwasser mehr benötigte.
Trotz des Großaufgebotes an Technik und Personal, es waren ca. 75 Feuerwehrleute im Einsatz, brannte das Gebäude, bis auf einen Neubau, welcher durch eine Brandschutztür (Klasse F90) und eine Branschutzmauer abgeschirmt war, komplett aus. Die durch das Feuer entstande Hitze beschädigte zudem die Stahlkonstruktion, so dass diese zusammen mit dem Dach einstürzte. Der giftige Brandrauch gefährtete die Einwohner der Ortschaft Schwallungen, dank einer westlichen Windströmung, nicht. Jedoch gab es im Straßenverkehr der benachbarten B19 Einschränkungen.
Ein Feuerwehrmann, welcher sich bei den Löscharbeiten verletzte, wurde im Krankenhaus behandelt. Am Nachmittag waren die Einsatzkräfte noch damit beschäftigt letzte Glutnester, welche sich auf den ca. 800 Quadratmetern Brandfläche verteilten, abzulöschen und eine Brandwache aufzustellen. Auch während der nächtlichen Wache mussten immer wieder neu aufflammende Glutnester gelöscht werden, um ein Wiederausbreiten der Flammen zu verhindern.
Der gesamte Brandplatz wurde von der Polizei und den Brandursachenermittler grossflächig abgesperrt. Ein privater Waschschutz sicherte das Gebiet gegen unbefugten Zutritt.
Am Freitag Vormittag kam es zu einer erneuten Auslösung der Schwallunger Sirene, da sich ein Glutnest wieder entzündet hatte. Dieser kleine Brand konnte binnen kurzer Zeit mit Hilfe der Schnellangriffseinrichtung und des Wassertanks des Löschgruppenfahrzeuges gelöscht werden.

Nachtrag vom 18.08.2002:
Wie sich 3 Wochen nach dem Brand herausstellte, forderte das Feuer ein Todesopfer. Während der Aufräumarbeiten wurde eine männliche Leiche gefunden. Die Person hatte im Gebäude seit längerer Zeit ein illegales Schlafquartier bezogen. Als der Brand ausbrach, ist sie im Schlaf an den Rauchgasen erstickt und dann durch das Feuer bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.
Als Brandursache steht ein elektrischer Defekt fest. Ob der Brand nun durch einen Kurzschluss, einen Knick in einer Stromleitung oder durch Marderfraß ausgelöst wurde, konnte nicht ermittelt werden. Es steht hingegen auch fest, dass es kein Eingreifen Dritter gab.


Einige feuerwehrtaktische Betrachtungen:

Einsatzleiter war zu Beginn der Ortsbrandmeister der Gemeinde Schwallungen, Klaus Erb. Nachdem der stellvertretende Kreisbrandinspektor Klaus Kleimenhagen (Feuerwehr Wernshausen) eingetroffen war, übernahm dieser die Einsatzleitung. Zusammen mit den Führern der angeforderten Feuerwehren koordinierte er den Einsatz.

Das Brandobjekt, ein rechteckiges Gebäude, brannte bis auf den durch die Brandschutzvorrichtungen geschützten Neubau auf der kompletten Fläche. Der Neubau war demnach die einzige Seite des Gebäudes, welche nicht brannte. Alle anderen Seiten wurden in folgende 3 Brandabschnitte eingeteilt: Süd, West, Nord. Die Angaben beziehen sich auf die Himmelsrichtung der Gebäudeseite.

Die Breitunger Feuerwehr wurde am Abschnitt "Süd" eingesetzt. Zum Einsatz kamen 1 B- und 2 C-Strahlrohre, diese wurden von einem Überflurhydraten (B19, Ortseingang) gespeist. Aufgabe war neben der Brandbekämpfung auch die Abschirmung des dicht benachbarten Möbelhauses "OPTI-Wohnwelt".

Die Schwallunger Feuerwehr überwachte Teile des Abschnitts "Süd" und einen Teil des Anschnitts "West". Zum Einsatz kamen 1 B- und 4 C-Strahlrohre. Wasserentnahmestelle war ein Überflurhydrant (Hilderserstraße, vor "Simplex-Armaturen"), an welchen eine erste B-Zubringerleitung angeschlossen wurde.

Die Feuerwehr aus Wernshausen bekämpfte den Brand an Teilen des Anschnitts "West" und an Teilen des Abschnitts "Nord". Zum Einsatz kamen 1 B- und 2 C-Strahlrohre. Wasserentnahmestelle war der Überflurhydrant vor dem Betrieb "Simplex-Armaturen", an welchen eine zweite B-Zubringerleitung angeschlossen wurde.

Die Kameraden aus Schmalkalden bekämpften das Feuer am restlichen Abschnitt "Nord" mit einem 1 B- und 2 C-Strahlrohren. Ihre Wasserentnahmestelle war ein Überflurhydrant in der Hilderserstraße vor dem "Schwallunger Einkaufsmarkt".

Die beiden Drehleitern wurden zur Brandbekämpfung aus großer Höhe eingesetzt. Ihre Strahlrohre wurden aus den Zuleitungen der Löschwasserzisterne gespeist. Ihre Wirkung setzten sie durch die ausgefahrenen Leitern in der Mitte des Brandobjekts ein. An der Löschwasserzisterne wurden zunächst 2 TS 8/8 aus DDR-Produktion eingesetzt. Diese veralteten Pumpen hielten jedoch den hohen Anforderungen von Fördermenge und Druck nicht lange Stand. Nach dem Versagen der DDR-Pumpen, wurden deshalb umgehend neue leistungsfähigere Pumpen vom Typ TS 8/8 eingesetzt, welche bei Einsätzen dieser Art standardmässig als Ersatz bereitstehen.

Da man einige Brandherde auf Grund der starken Einsturzgefahr des Gebäudes nicht errreichen konnte, wurden mit Hilfe eines Baggers der im Gewerbegebiet ansässigen Firma "Thiele Baumaschinen" einige Außenwände des Gebäudes eingerissen. So konnte man mit den Strahlrohren die Brandstellen erreichen und ablöschen.

Nach Angaben der Einsatzleitung wurden ca. 2000 Meter B-Zubringerleitung ausgelegt.

Als negativ ist zunächst zu nennen, dass sich ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten verletzt hat, und dass ein Überflurhydrant, welcher direkt vor dem Brandobjekt installiert ist, einen technischen Defekt aufwies und so nicht genutzt werden konnte. Probleme machte auch das uneinsichtige Verhalten mancher Autofahrer, welche die Schlauchbrücken nicht benutzen und so ständig über die ausgelegten Schläuche fuhren.

Die Versorgung der Feuerwehrmänner und -frauen mit Getränken und Speisen wurde vom Bürgermeister der Gemeinde Schwallungen, Herrn Degel, organisiert.

Die angegebene Anzahl der Strahlrohre sind mit Vorbehalt zu bewerten, da es während des Einsatzes schwer war, die Überischt bei den vielen Auf- und Umbauten zu behalten. Um sich eine Vorstellung des Wasserverbrauchs machen zu können, hier folgende Verbrauchswerte zu den eingesetzen Strahlrohren: B-Stahlrohr: 400 Liter/Minute (mit Mundstück bei 5 bar Druck), C-Strahlrohr: 200 Liter/Minute (ohne Mundstück bei 5 bar Druck).

Unter folgendem Link finden Sie Bilder zum Brand. Ein Teil des Materials wurde uns von der Gerd Krichling & Partner Medienagentur aus Mittelschmalkalden zur Verfügung gestellt. Hierfür bedanken wir uns sehr herzlich.

Hinweis: Auf Grund der Schwere dieses Einsatzes berichten wir detailierter als sonst üblich.
Text / Stand:  Tobias Erb / 20.07.2002 / 20.50 Uhr


Art des Einsatzes:  Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der B19 in Höhe der BayWa-Tankstelle
Datum:  Donnerstag, dem 01.08.2002
Alarmierung:  17.44 Uhr
Einsatzende:  18.25 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung:  Sirene
Beschreibung:  Auf der B19 in Höhe der BayWa-Tankstelle kam ein PKW von der Straße ab und überschlug sich. Glücklicherweise "landete" das Fahrzeug jedoch wieder auf den Rädern. Dies erleichterte die folgende Rettungsaktion erheblich. Die leicht verletzte Fahrerin wurde mit den hydraulischen Rettungsgeräten Schneider und Spreizer aus dem Fahrzeug befreit. Vorbeugende Brandschutzmaßnahmen, wie das Bereithalten von Feuerlöscher und Löschwasser, wurden aus Sicherheitsgründen ebenfalls veranlasst.
Text / Stand:  Tobias Erb / 02.08.2002


BArt des Einsatzes:  Überflutete Keller in gesamter Ortschaft nach heftigem Gewitterregen
Datum:  Samstag, dem 17.08.2002
Alarmierung:  17.10 Uhr
Einsatzende:  19.45 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8
Art der Alarmierung:  Sirene
Beschreibung:  Nachdem ein heftiges Sommergewitter über die Ortschaft gezogen war, stand bei vielen Einwohner, z.B. aus der "Siedlung", der Keller unter Wasser. Das Wasser drückte sich zum größten Teil über die Kanalisation in die Häuser. Die Bürger suchten bei der Leitstelle Schmalkalden-Meiningen Hilfe, so dass diese die Schwallunger Einsatzkräfte über die Sirene alarmierte. Insgesamt 8 Keller wurden, unter anderem mit der erst kürzlich neu angeschafften TS 8/8, leer gepumpt. Weiterhin wurde die B19 von Schlammmassen befreit, welche vom "Ellenberg" herunter auf die Straße gerutscht waren. Leider ist bei diesen Einsatz die in unserem LF 16/12 eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe durch den Schlamm beschädigt worden. Dieses Problem wird umgehend beseitigt, um die volle Einsatzbereitschaft wieder herzustellen.
Text / Stand:  Tobias Erb / 18.08.2002


Art des Einsatzes:  Tödlicher Unfall auf Bahnstrecke zwischen Schwallungen und Wernshausen (ca. 1,5 km hinter "Winde")
Datum:  Sonntag, dem 03.11.2002
Alarmierung:  06.05 Uhr
Einsatzende:  06.50 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung:  Sirene
Beschreibung:  Auf der Bahnstrecke zwischen Schwallungen und Wernshausen, ca. 1,5 km hinter der "Winde", kam es zu einem Unfall zwischen einem Triebwagen der Bahn (aus Richtung Schwallungen kommend) und einer Person. Die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen alarmierte Notarzt, Rettungswagen sowie die Feuerwehreinsatzgruppen aus Schwallungen und Wernshausen. Gleichzeitig wurde auch der weitere Schienenverkehr gestoppt. Problem für alle Einsatzkräfte war die Unzugänglichkeit des Geländes. Ein Teil der Strecke konnte nicht mit den Fahrzeugen erreicht werden. Am Einsatzort informierte der Notarzt die Feuerwehrkameraden darüber, dass ihre Hilfe nicht mehr benötigt wird. Denn leider wurde die Person beim Zusammenstoß sofort getötet. Den unter Schock stehenden Lokführer betreute der Rettungsdienst, die Polizei und der Bundesgrenzschutz begannen mit den Ermittlungsarbeiten.
Text / Stand:  Tobias Erb / 03.11.2002


Art des Einsatzes:  Fehlalarmierung durch die Brandmeldeanlage des Möbelhauses "OPTI-Wohnwelt"
Datum:  Montag, dem 02.12.2002
Alarmierung:  00.28 Uhr
Einsatzende:  00.45 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12
Art der Alarmierung:  Sirene
Beschreibung:  Alarmierungsgrund war das Auslösen der Brandmeldeanlage des Möbelhauses "OPTI-Wohnwelt". Der Alarm wurde automatisch zur Leitstelle Schmalkalden-Meiningen weitergeleitet, welche daraufhin die Schwallungern Sirene auslöste. Die ausgerückten Einsatzkräfte fuhren am Objekt vor und wurden vom ebenfalls alarmierten Hausmeister des Gebäudes darüber unterrichtet, dass es sich um eine Fehlalarmierung infolge eines elektrischen Defektes handelte. Die "defekte Stelle" wurde aus dem Meldezyklus der Brandmeldeanlage herausgenommen, um die Anlage wieder voll aktivieren zu können.
Text / Stand:  Tobias Erb / 02.12.2002


Art des Einsatzes:  Brand in der alten Lackiererei der Möbelfabrik "Heller"
Datum:  Mittwoch, dem 04.12.2002
Alarmierung:  07.37 Uhr
Einsatzende:  09.50 Uhr
ausgerückte Fahrzeuge:  LF 16/12, LF 8 - TS 8 - STA
Art der Alarmierung:  Sirene (2 mal)
Beschreibung:  Ortsbrandmeister Klaus Erb arbeitet im Schwallunger "Werratal-Gymnasium", welches sich gegenüber der Möbelfabrik "Heller" befindet. Gegen 07.35 Uhr bemerkte er eine große Flamme, welche aus der Möbelfabrik herausschlug. Er verständigte sofort die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen und informiert diese über die Lage. Die Leitstelle löst die Schwallunger Sirene aus und alarmiert die Stützpunktfeuerwehren Wernshausen und Schmalkalden. Die fremden Wehren rückten unter anderem mit einem Tanker und einer Drehleiter an. Im Schwallunger Gerätehaus stand schnell fest, dass nicht genügend Schwallunger Kameraden zur Verfügung standen, da viele bereits auswärts arbeiteten oder vielfach die Sirene nicht gehört hatten. Deshalb wurde die Sirene ein 2. mal ausgelöst.
Als das Schwallunger Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 am Einsatzort angekommen war, begann der Angriffstrupp sofort damit unter schwerem Atemschutz die Schnellangriffshaspel zur Brandbekämpfung einzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass keine Menschenrettung mehr nötig ist, da die Fabrik bereits völlig evakuiert worden war. Zwei Mitarbeiter des Betriebes erlitten, bei dem Versuch das Feuer mit Feuerlöschern selbst zu löschen, Rauchgasvergiftungen. Bei einem Arbeiter war die Rauchgasvergiftung so stark, dass dieser vor dem Gebäude ohnmächtig wurde. Dieser zog sich auch Verbrennungen im Gesicht zu. Die beiden Personen wurden vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.
Die starke Rauchentwicklung war nicht nur aufgrund der hohen Giftigkeit eine Gefahr, sondern auch gerade für die im Gebäude vorrückenden Einsatzkräfte, weil das Rauchgas jederzeit in einer sogenannten "Flash-Over-Explosion" durchzünden konnte. Dazu kam es glücklicherweise nicht.
Zur Wasserversorgung wurde ein Hydrant benutzt sowie das Tanklöschfahrzeug der Nachbarwehr Wernshausen mit 5000 Litern Wasser an Bord. Zusätzlich standen von Beginn an 1200 Liter Wasser zur Verfügung, welche auf dem LF 16/12 der Schwallunger Wehr standardmäßig mitgeführt werden. Eine lange Wegestrecke zum Fluss "Werra" wurde ebenfalls vom Schwallunger LF 8 - TS 8 - STA ("LO") aufgebaut, jedoch nicht mit Wasser gefüllt, da zu diesem Zeitpunkt bereits klar war, dass keine größeren Mengen Löschwasser mehr benötigt werden würden. Natürlich hätte die Schlauchleitung aber binnen kurzer Zeit mit Wasser gefüllt werden können.
Nachdem das Feuer gelöscht war, wurden Dachziegeln entfernt, um das Gebäude zu lüften. Der Sachschaden, sowohl verursacht durch das Feuer als auch durch das Löschwasser, ist sehr gering.
Als Brandursache wird Funkenflug, infolge der Benutzung eines Trennschleifers durch einen Mitarbeiter des Betriebes, vermutet.
Text / Stand:  Tobias Erb / 06.12.2002

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