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Wir waren dabei! Jugendfeuerwehr Schwallungen hilft beim Aufbau von "Thüringens Längster Wasserwand"
Am Samstag, dem 31.05.2008, lud die
Feuerwehr Hinternah im Rahmen ihres Jubiläums
"130 Jahre Feuerwehr Hinternah" alle Jugendfeuerwehren Thüringens ein,
beim Rekordversuch "Längste Wasserwand Thüringens" mitzumachen.
Die Resonanz war beeindruckend. 65 Feuerwehren mit über 100 Fahrzeugen und über 700 Einsatzkräften kamen nach
Hinternah bei Schleusingen.
Die Jugendfeuerwehr Schwallungen startet um 09.30 Uhr mit dem Kleinlöschfahrzeug
der Ortsteilwehr Schwarzbach, da der Schwallunger "LO" noch nicht fertig umgebaut ist
und das LF 16/12 nicht für diesen langen Zeitraum aus der Gemeinde entfernt werden konnte.
Für die Bereitstellung des Schwarzbacher Fahrzeuges bedanken wir uns sehr herzlich.
Einen kurzen Halt gab es auf dem A71-Parkplatz "Dolmar", wo wir kräftig frühstückten.
Dank der sehr guten Autobahnanbindung waren wir bereits kurze Zeit später in Hinternah. Hier hatten die Veranstalter
zahlreiche Stände aufgebaut. Verschiedene Hilfsorganisationen wie der KatSchutz, der Rettungsdienst, die Feuerwehr selber,
Rettungshundestaffeln, das Institut für Transfusionsmedizin Suhl, die Bergrettung usw. zeigten ihr Können.
Auch eine Spielwiese mit Hüpfburg für die "Kleinen" stand bereit. Und so konnten auch unsere "Kleinen 17- und 18-jährigen"
Ihrem Spieltrieb nachgehen... ;-)
Unsere "17- und 18-jährigen Kleinen". Am Steuer: Konrad König, im Hänger: Julian Eichhorn
Trotz der 30°C war die Hüpfburg ein zentraler Anlaufpunkt. v.l. Laura Kirsch, Sarah Erb, Franziska Jähnig, Konrad König
Um 13.00 Uhr war es dann soweit. Nachdem im großen Festzelt eine Einweisung erfolgte, rückten
die vielen Feuerwehrfahrzeuge, die innerhalb der Ortschaft verteilt waren, Richtung Wiese am Fluss "Nahe" aus.
Die einzelnen Feuerwehren wurden dabei über Funk aufgerufen und eingewiesen. Hierbei geht für die gesamte
Logistik und Organisation ein großes Lob an die örtlichen Verantwortlichen. Die nicht einfache Aufgabe
wurde sehr gut vorbereitet und durchgeführt.
An der Nahe wurden die Feuerwehrfahrzeuge ordentlich aufgereiht und in Stellung gebracht. Ca. 40 Meter davor bauten
die Mannschaften die C-Strahlrohre für die Wasserwand auf. Der Abstand von Strahlrohr zu Strahlrohr betrug dabei
nur geringe 3 Meter! Da der Fluss wegen der Trockenheit der letzten Tage wenig Wasser führte, wurden
auch zahlreiche Tanker, Waldbrandwasserblasen und andere Großraumbehälter gefüllt mit Wasser für die Speisung
der Strahlrohre genutzt.
Die Schwallunger bringen ihre 3 CM-Strahlrohre an der Wasserwand-Linie in Stellung.
Alle freuen sich auf die beginnende Wasserschlacht und erwarten den Einsatzbefehl.
An der Tragkraftspritze des Fahrzeuges der Ortsteilwehr Schwarzbach (links) sitzt Maschinist und Gruppenleiter Philipp Heß.
Die Schwallunger Jugendfeuerwehr wurde von dem Tanklöschfahrzeug der Schmalkalder Feuerwehr versorgt.
Eine lange Reihe von Feuerwehrfahrzeugen an der "Nahe" mit den davor in Stellung gebrachten
Jugendfeuerwehr-Trupps wartet auf das "Wasser marsch!" der Einsatzleitung.
Kurz vor Beginn der Aktion fährt noch ein altes Dampfross mit lauten Getöse die Strecke ab.
über 2m-Band Sprechfunk: Einsatzleitung an alle Einheiten: "Wasser marsch!, Wasser marsch!"
Nach dem Einsatzbefehl hört man, wie alle Pumpen lautstark aufheulen und ihre Arbeit beginnen. Die Tanker verteilen das Wasser an
umliegende Wehren. Etliche Feuerwehren saugen aus dem Fluss "Nahe" an und auch aus den Waldbrandwasserblasen wird Wasser entnommen.
Wenige Sekunden später bauen über 220 Strahlrohre die erhoffte Wasserwand auf.
"Wasser marsch!" Die Wasserwand wird aufgebaut. Blick nach rechts.
Blick nach links.
Blick von vorne auf die Schwallunger Jugendfeuerwehr.
Blick von vorne nach links.
Blick von vorne nach rechts.
Nachdem alle Strahlrohre einige Minuten lang gemeinsam gespritzt haben, gibt die Einsatzleitung den Befehl "Wasser halt!".
Bereits jetzt ist klar, dass der Rekordversuch geglückt ist.
Alle Maschinisten gehen zu ihren Fahrzeugen und lassen zur gleichen Zeit die Sirenen ertönen. Die Geräuschkulisse,
die sich dadurch im Tal der "Nahe" ausbildete war sehr beeindruckend.
Wir waren dabei! stehend v.l. Gruppenleiter Philipp Heß, Roberto Kassel, Christian Pfannstiel, Julian Eichhorn, Laura Kisch,
Lisa Schonder, Jugendfeuerwehrwart Tobias Erb,
hockend v.l. Konrad König, Maria Gramann, Sarah Erb, Franziska Jähnig, Anna Mandel
Nach der erfolgreichen Aktion postierten sich die über 700 Kameradinnen und Kameraden und auch die Feuerwehrfahrzeuge
zu einem sehr langen Umzug, der zurück nach Hinternah führte. Im Festzelt wurde die Aktion kurz ausgewertet
und an alle Teilnehmer T-Shirts mit der Aufschrift "Längste Wasserwand" verteilt.
Allen Teilnehmern wird dieses schöne Erlebnis noch lange in guter Erinnerung bleiben!
Aufstellung für den Festumzug zurück nach Hinternah.
Zurück im heimischen Gerätehaus in Schwallungen, wurde die Technik klar gemacht, das Feuerwehrfahrzeug zurück
nach Schwarzbach gefahren und der Rost in Betrieb genommen. Eine ausgelassene Grillparty rundete den Tag ab.
Beste Stimmung bei unseren Mädchen. v.u. Lisa Schonder, Laura Kirsch, Sarah Erb, Franziska Jähnig, Maria Gramann
Sehr überrascht und erfreut zeigte sich Jugendfeuerwehrwart Tobias Erb über den Besuch
der Landesfrauensprecherin Margit Wolf. Am gleichen Tag, zu der die Wasserwand-Aktion durchgeführt wurde,
fand in Floh-Seligenthal die Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes statt.
Auf Grund einer Auszeichnung war der Schwallunger Jugendwart hier ebenfalls eingeladen. Da jedoch
der Dienst vorging, hat sich der Schwallunger Jugendfeuerwehrwart im Vorfeld von der Teilnahme an der
Verbandsversammlung entschuldigt und fuhr mit seiner Jugendfeuerwehr nach Hinternah.
Frau Wolf ließ es sich jedoch nicht nehmen, einen kurzen Abstecher nach Schwallungen zu machen
und hier persönlich die Auszeichnung, die "Ehrennadel des Thüringer Feuerwehr-Verbandes" zur "Würdigung
für Verdienste um das Thüringer Feuerwehrwesen" zu überreichen. Speziell erhielten
der Schwallunger Jugendfeuerwehrwart wie auch die Jugendfeuerwehrwartin aus Meiningen-Helba Angelika Trott
und Lehrrettungsassistentin Claudia Böhm ihre Auszeichnungen für die Unterstützung mit Vorträgen
und Seminaren zu den Aktionen "Frauen am Zug" im Rahmen der Girls-Day-Veranstaltungen 2007 und 2008.
V.l. Jugendfeuerwehrwart Tobias Erb (etwas geschafft vom langen und anstrengenden Tag) erhält von Landesfrauensprecherin
Margit Wolf und Kameradin Wolf aus Schmalkalden die "Ehrennadel des Thüringer Feuerwehr-Verbandes".
Mehr Infos und Bilder:
ps.: Wenn jemand im Internet, z.B. bei myvideo.de oder you-tube.de, weitere Videos von der Aktion findet,
bitten wir darum, uns die Links zu mailen (Emailadresse: siehe Fußleiste).
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Text: Tobias Erb
Stand: 13.05.2011