Feuerwehr-Leistungsabzeichen in SILBER (Thüringen) erfolgreich bestanden
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Lange hat es gedauert, bis sich eine Mannschaft den Prüfungen des Feuerwehr-Leistungsabzeichens in der Stufe Silber stellen konnte.
Schließlich mussten erst neun Kameraden bereitstehen, welche die Zulassungsvoraussetzung - die Stufe Bronze - vorweisen konnten. Wer sich wann
für Bronze qualifiziert hat, ist hier nachzulesen.
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Feuerwehr-Leistungsabzeichen Silber (Thüringen)
Quelle des Bildes: Eingescannt vom Thüringer Originalabzeichen, digital nachbearbeitet von Thomas Krech
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Am Samstag, dem 7. Oktober 2006, stellten sich jeweils eine Löschgruppe der Wehren aus Floh und Schwallungen aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen
den kritischen Augen der sieben Schiedsrichter. Als ausrichtende Wehr stellte die Feuerwehr Schwallungen den Schulungsraum sowie das Übungsfahrzeug
zur Verfügung.
Zunächst galt es, den schriftlichen Leistungstest zu bestehen. 55 Fragen mussten innerhalb einer Stunde von jedem Teilnehmer beantwortet werden.
Dabei war es das Ziel, dass jeder einzelne eine Leistung von mindestens 80% von 61 Punkten (49 Punkten)
erbringt. Die Fragen werden jährlich von der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz zentral für ganz Thüringen erstellt und beinhalteten sowohl
allgemeines Wissen (Anzahl der Bundesländer, Anzahl der Kreise in Thüringen) als auch feuerwehrtechnisches und spezielles physikalisches Wissen
aus der Mechanik (Hebel- und Kraftgesetze).
Die Schwallunger Gruppe vor der theoretischen Prüfung - noch lächelnd.
Die Schwallunger Gruppe in der theoretischen, schriftlichen Prüfung. Nun rauchen die Köpfe, den die Fragen haben es in sich...
Die Zielstellung, dass jeder Teilnehmer 80% der Punkte erreichen muss, wurde von allen Kameraden der Schwallunger als auch der Flöher Wehr geschafft.
Die Schwallunger erreichten nach einer Abschätzung einen gemittelten Punktestand von ca. 54/61 Punkten, womit sich die Wettkampfrichter sehr
zufrieden zeigten. Dadurch, dass alle Teilnehmer
die theoretische Prüfung bestanden hatten, war die Zulassungsvoraussetzung zum praktischen Teil erfüllt.
Die Schiedsrichterkommission. In der Mitte: Hauptschiedsrichter und stellv. Kreisbrandinspektor Klaus Kleimenhagen.
Im praktischen Teil der Leistungsüberprüfung wurde im Schwallunger Gewerbegebiet ein Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Fußgänger simuliert.
Der Fußgänger wurde vom PKW überfahren und musste unter dem Fahrzeug herausgeholt werden. Dabei war es die Aufgabe, das Fahrzeug mit dem Rettungsgerät
anzuheben und abzusichern.
Die Schwallunger Einsatzgruppe setzte sich wie folgt zusammen. Die Bilder erläutern die zu erfüllenden Aufgaben.
| Funktion |
Name |
| Gruppenführer |
Tobias Erb |
| Maschinist |
Heiko Göpel |
| Melder |
Andreas Jacob |
| Angriffstruppführer |
Frank Gramann |
| Angriffstruppmann |
Kai Frieß |
| Wassertruppführer |
Frank Rumpel |
| Wassertruppmann |
Klaus Erb |
| Schlauchtruppführer |
Mario Möller |
| Schlauchtruppmann |
Frank Pfannstiel |
Die Ausgangslage: Unfall zwischen PKW und Person. Person unter PKW eingeklemmt.
Antreten der Gruppe, danach gibt der Gruppenführer den Trupps die Befehle.
Der Angriffstrupp sichert das Fahrzeug mit Unterlegkeilen an der hinteren, nicht lenkenden Achse gegen wegrollen.
Der Schlauchtrupp (Gerätetrupp) bringt den Spreizer, der zum Anheben des Fahrzeuges benötigt wird, für den Angriffstrupp in Stellung.
Nach der Lageerkundung gibt der Gruppenführer dem Melder den Befehl einen Funkspruch zur Leitstelle abzusetzen, in dem der Rettungsdienst und die
Polizei anzufordern sind.
Der Wassertrupp (Sicherungstrupp) sichert die Unfallstelle weiträumig vor und hinter dem Unfallfahrzeug gegen den fließenden Verkehr ab.
Der Maschinist reagiert auf die Befehle des Angriffstrupps "Druck gelb / Druck halt" und schaltet damit das hydraulische Rettungsgerät "Spreizer"
ein bzw. aus.
Der Wassertrupp erhält nach der Absicherung gegen den fließenden Verkehr, den Befehl das Unfallfahrzeug mit Schnellangriff und Feuerlöscher gegen
die Brandgefahr abzusichern. Der Melder (im Hintergrund) protokolliert den Inhalt und die Uhrzeit der Funksprüche mit der Leitstelle.
Der Angriffstrupp (Rettungstrupp) bedient den Spreizer und hebt das Fahrzeug dadurch an. Außerdem baut er ständig mit Hölzern, die vom
Schlauchtrupp gebracht werden, unter, so dass das Fahrzeug nicht abrutschen kann. Ist die Person frei zugänglich, wird sie gerettet.
Der Angriffstrupp und der Schlauchtrupp bringen die Person mit einer Krankentrage in Sicherheit und übergeben sie dem Rettungsdienst.
Nach Meldung des Gruppenführers "Einsatz beendet" an den Schiedsrichter, wertete die Schiedsrichterkommission den Übungsablauf aus und
teile mit, dass auch der praktische Teil bestanden wurde. Besonders zufrieden zeigten sich die Schiedsrichter mit der sehr geringen
Fehlerpunktzahl von nur drei von max. möglichen 60 Fehlerpunkten. Die Fehlerpunkte wurden anhand eines feststehenden Kataloges für die einzelnen
Trupps "vergeben".
Auch die Kameraden aus Floh haben den praktischen Teil bestanden und somit wie die Schwallunger das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in der Stufe
Silber des Bundeslandes Thüringen am 07.10.2006 erfolgreich abgelegt. Die Verleihung der Abzeichen und Urkunden erfolgt zu einem späteren
Zeitpunkt in einem öffentlichen, feierlichen Rahmen, z.B. während der Jahreshauptversammlung der Wehr im nächsten Jahr.
Sehr stolz und glücklich über das erfolgreiche Abschneiden: Die Schwallunger Gruppe, unser Kreisbrandmeister und die Helfer.
v.l. Tobias Erb (GrFü), Dieter Latka (KBM), Heiko Göpel (Ma), Andreas Jacob (Me), Frank Gramann (ATrFü), Kai Frieß (ATrM),
Frank Rumpel (WTrFü), Klaus Erb (WTrM), Mario Möller (STrFü), Frank Pfannstiel (STrM), Konrad König und David Gramann (Helfer)
Für die Schwallunger Einsatzkräfte und sicherlich auch für die Kameraden aus Floh ist damit eine längere Zeit des
Übens und Vorbereitens erfolgreich zu Ende gegangen. Die vielen Stunden der Vorbereitung, nicht nur der Theorie und der Praxis, sondern
auch die Erstellung der umfangreichen Prüfunterlagen über alle prüfpflichtigen Geräte und Aggregate des Feuerwehrfahrzeuges, dass Zusammentragen
aller Qualifikations- und Lehrgangsnachweise haben sich gelohnt.
Eine persönliches Dankeschön des Gruppenführers, aber auch der anderen Teilnehmer und Schiedsrichter erhalten
Die Helfer: v.l. Konrad König und David Gramann
welche am Prüfungstag und während der Übungsphase an organisatorischen Dingen mit geholfen haben.
Ein großes Dankeschön für die sehr freundliche und engagierte Hilfe bei der Bereitstellung eines Übungsfahrzeuges geht an
| Uwe Ender vom Autohaus Ender im Schwallunger Gewerbegebiet |
Der Schwallunger Gruppenführer hat im Vorfeld mehrmals telefonisch und persönlich Herrn Ender kontaktiert,
um sich über den Stand in Sachen Übungs-PKW zu informieren. Herr Ender hat sehr hilfsbereit reagiert,
so dass ein Fahrzeug beschafft werden konnte. Danke Uwe!
Ein Dankeschön für die Einsatzbereitschaft geht auch an die sieben Schiedsrichter (siehe Pressebericht),
welche die Prüfungen sehr akkurat abnahmen.
Eine Übersicht zu allen abgelegten Leistungsabzeichen der Freiwilligen Feuerwehr Schwallungen finden Sie
hier.
Bericht in der Presse: (Quelle: "Freies Wort", Annett Recknagel,
Link zum Online-Zeitungsbericht)
FEUERWEHR-LEISTUNGSABZEICHEN
Silber wird nicht mit Gießkanne vergeben
SCHWALLUNGEN – Je neun Feuerwehrleute aus Schwallungen und Floh legten am Wochenende in Schwallungen
das Leistungsabzeichen in Silber ab. Dahinter verbirgt sich ein recht anspruchsvoller Test, der sich aus
einem theoretischen und einem praktischen Teil zusammensetzt.
Als der stellvertretende Kreisbrandinspektor Klaus Kleimenhagen nach der theoretischen Prüfung
verkündete: „Alle bestanden“, atmeten die 18 Feuerwehrkameraden aus Schwallungen und Floh kräftig auf.
Das positive theoretische Ergebnis war nämlich Voraussetzung für die praktische Prüfung. „Hätte nur einer
der Mannschaft den Fragebogen nicht bestanden, wäre das gesamte Team nicht zum praktischen Teil
zugelassen worden“, erklärte Kleimenhagen. Ein Beweis dafür, wie hart die Kriterien für die Abnahme des
silbernen Leistungsabzeichens sind.
Allein die Theorie verlangte den Kameraden – alles ausgebildete Truppführer, die das bronzene
Leistungsabzeichen bereits in der Tasche haben – einiges ab. Insgesamt galt es, 55 Fragen richtig zu lösen.
Vier davon befassten sich mit Allgemeinwissen – der Rest behandelte feuerwehrtechnisches Potenzial. Erarbeitet
wurden ein Fragebogen und eine praktische Aufgabe von der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz. Denn das
Leistungsabzeichen in Silber verleiht das Thüringer Innenministerium.
Präzises Arbeiten
„Mit der Gießkanne wird es nicht vergeben – daher sind die Aufgaben auch recht schwierig“, meinte Klaus
Kleimenhagen. Die Bewertung oblag den Kreisbrandmeistern des hiesigen Landkreises. Außer Klaus
Kleimenhagen (Wernshausen) waren Frank Leyh (Steinbach-Hallenberg), Rolf Fleischmann (Helba),
Alfons Koob (Wolfmannshausen), Kurt Hölzer (Untermaßfeld), Dieter Lattka (Wasungen) und Thomas Ritz (Stedlingen)
anwesend. Besonders wachsam waren die sieben „Richter“ beim praktischen Teil der Prüfung. Diese fand im
Schwallunger Gewerbegebiet statt und musste exakt nach Vorschrift durchgeführt werden. Simuliert wurde
ein Verkehrsunfall mit einer verletzten Person. Von der zum Einsatz kommenden Gruppe war in erster Linie
präzises Arbeiten gefragt. Die Rettungsaktion selbst durfte nicht länger als zehn Minuten in Anspruch nehmen.
Obendrein kam es auf eine sehr genaue Befehlsgebung an. Der Ablauf selbst musste sauber und klar erkennbar
sein. „Wir wissen, was wir alles nicht machen dürfen“, äußerten die Prüflinge vor Beginn des praktischen Teils.
Beeindruckende Teams
„Es wird wirklich auf jede Kleinigkeit geachtet – das beginnt bereits bei der vollständigen Ausrüstung“,
sagte Kleimenhagen. Jeder Kreisbrandmeister bewertete einen Trupp aus zwei Kameraden. Um gut erkennbar
zu sein, bekamen die Kameraden deshalb Leibchen mit speziellen Kennzeichen umgebunden. Am Ende war die
Jury beeindruckt. Beide Teams bestanden die Anforderungen. Auch wenn Floh einige Abzüge mehr als
Schwallungen bekam. Zum Schluss durften sie sich trotzdem ebenfalls über das Leistungsabzeichen in
Silber freuen. Besonders lobend schätzte Klaus Kleimenhagen die Arbeit des Schwallunger Gruppenführers
Tobias Erb ein. „Er hat sehr korrekt gearbeitet“, sagte er.
Aufwendige Prüfung
Die Schwallunger legten das silberne Leistungsabzeichen erstmals ab. In den Reihen der Floher gibt es
bereits einige Kameraden, die schon in Besitz dieser Auszeichnung sind. „Insgesamt ist bei den Wehren
im Landkreis ein Desinteresse an derartigen Prüfungen festzustellen“, kritisierte Kleimenhagen. Möglicherweise
hänge das mit der entsprechenden Vorbereitung auf die Prüfung zusammen. Man müsse üben und viel Zeit
investieren. Von nichts kommt nichts, so Kleimenhagen. Das konnten die 18 Kameraden aus Schwallungen
und Floh nur bestätigen. Beide Teams haben sich in der laufenden Ausbildung über ein Jahr lang auf
die Abnahme dieses Abzeichens vorbereitet. Überreicht bekommen sie die Abzeichen in den jeweiligen
Jahreshauptversammlungen Anfang nächsten Jahres. (ar)
Die Unterschrift zu einem Bild im Zeitungsbericht, welches den Wassertrupp bei der Absicherung der Einsatzstelle zeigt (siehe oben),
lautete: "Die Schwallunger Wehrleute – im Bild Ortsbrandmeister Klaus Erb und Wehrführer Frank Rumpel
arbeiteten sehr exakt. FOTO: ANNETT RECKNAGEL"
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| Text: |
Tobias Erb |
| Stand: |
07.10.2006 |
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