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SMS-Alarmierungssystem einsatzbereit

Schon länger hat die Feuerwehr Schwallungen tagsüber in der Zeit von Montag bis Freitag damit zu kämpfen, die Einsatzbereitschaft der Wehr aufrecht zu halten. Denn gerade während der normalen Arbeitszeit ist es schwierig die Einsatzfahrzeuge mit ausgebildeten Fachkräften (Führungskräfte und vor allem Atemschutzgeräteträger) zu besetzen. Der Grund hierfür ist, dass viele Kameraden außerhalb des Ortes arbeiten und so die Sirene nicht hören.

Deshalb wurde von seitens der Wehrleitung überlegt, wie die Einsatzbereitschaft zu verbessern ist. Hier kämen sogenannte Funkmeldeempfänger (Piepser), eine 2. Sirene oder ein auf dem Markt erhältliches SMS-Alarmierungssystem in Frage. Jedoch machen die anfallenden Kosten dabei schnell einen Strich durch die Rechnung. Würden 20 Kameraden mit Piepsern ausgerüstet werden, muss man mit Anschaffungskosten von über 4000,- Euro rechnen. Auch das Gerät für die SMS-Alarmierung würde mit ca. 2000,- Euro zu Buche schlagen, wobei auch monatliche Grundgebühren und natürlich auch SMS-Gebühren zu entrichten sind. Eine zweite Sirene (wie zu DDR Zeiten auch) wäre zwar prinzipiell für den Zivilschutz von Bedeutung, würde aber das Problem mit der Erreichbarkeit der Kameraden nicht wesentlich verbessern. Außerdem würden auch hier wieder erhebliche Beschaffungs- und Aufstellungskosten entstehen. In Zeiten knapper Kassen sind diese Varianten nicht umsetzbar.

Deshalb haben Thomas Krech von der Firma Krech EDV aus Fambach, welcher die Feuerwehr Schwallungen schon bei sehr vielen Gelegenheiten nach besten Kräften unterstützt hat, und Jugendfeuerwehrwart Tobias Erb eine billigere Variante darin gesehen, die bereits für das Hochwasservorwarnsystem bestehende Technik und Software für eine Neuentwicklung zu modifizieren. In einigen Stunden Programmierarbeit wurden die Computer den feuerwehrtechnischen Anforderungen angepasst. Dabei standen Punkte wie Zuverlässigkeit, Sicherheit und die einfache Bedienung im Vordergrund. Am 16.03.2003 konnte das SMS-Alarmierungs-System aktiviert werden.
Aktivierung des SMS-Alarmierungs-Systems Bild 1

v.l. Tobias Erb, Thomas Krech

Das Funktionsprinzip:

Das System wird durch einen einfachen Telefonanruf auf den SMS-Alarm-Rechner aktiviert. Dabei sind natürlich nicht alle Anrufer berechtigt, den SMS-Alarm auszulösen.
Auslöseberechtigte Stellen/Personen
Behörden/Einrichtungen Führungskräfte der FF Schwallungen
Leitstelle
Schmalkalden-Meiningen
Gemeindeverwaltung
Schwallungen
Ortsbrandmeister
Klaus Erb
Wehrführer
Frank Rumpel
Zugführer
Tobias Erb

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Anruf beim SMS-Alarm-Rechner

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Überprüfung, ob Anrufer auslöseberechtigt ist

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JA, auslöseberechtigt NEIN, nicht auslöseberechtigt

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SMS-Alarm-Rechner verschickt an jedes Mitglied der Einsatzabteilung eine SMS mit dem Hinweis "Feuerwehreinsatz" der Telefonanruf wird nicht entgegen genommen

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Ortsbrandmeister Klaus Erb wird durch eine Protokoll-SMS über den Alarmierungsstatus informiert

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Führungskräfte der Wehr erhalten
ein Alarmierungsprotokoll über Email

Besonderheiten:

Derzeit (16.03.2003) werden 22 Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung über SMS alarmiert. Mit der Leitstelle Schmalkalden-Meiningen ist vereinbart, dass die Alarmierung prinzipiell über SMS erfolgt. Lediglich bei größeren Einsätzen und an allen Wochentagen immer tagsüber wird die Sirene zusätzlich aktiviert. Damit sollen auch die Kameraden alarmiert werden, welche kein Handy besitzen.
Grund für den differenzierten Einsatz der Sirene ist, die Geräuschbelästigung, vor allem nachts, der Einwohner so gering wie möglich zu halten.
Aktivierung des SMS-Alarmierungs-Systems Bild 2

v.l. Tobias Erb, Thomas Krech

Zum Schluss möchte ich mich persönlich und auch im Namen der Wehrleitung herzlich bei Thomas Krech bedanken, welcher in vielen Arbeitsstunden das System einsatzbereit gemacht hat. Thomas, ein Schulkamerad und Kommilitone von mir, ist kein Mitglied der Feuerwehr Schwallungen. Trotzdem war und ist er stets bereit, uns zu helfen. Danke!


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Text: Tobias Erb

Stand: 11.03.2011