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BraBaLa
Brat- und Backlafette der Feuerwehr Schwallungen
(Idee, Entwicklung, technisch-taktische Daten)
Jeder, der schon einmal auf einem Fest des Feuerwehrvereins Schwallungen e.V. zu Gast war weiß,
dass sich die Kameradinnen und Kameraden in punkto Verpflegung immer etwas einfallen lassen. Sei es mit den
obligatorischen Bratwürsten oder Steaks vom Rost, über Holzkohle gebrutzeltem
Spanferkel oder über der Grillturbine geköcheltem Sahnegeschnetzeltem.
Nachdem uns von der Firma
Kamin- und Fliesenhaus Meiningen,
die auch langjähriger Sponsor der Feuerwehrhomepage ist, ein
original in Italien gefertigter Backofen angeboten wurde, war die Idee schnell geboren, einen fahrbaren
Backofen zu konstruieren, in dem man auch in Zukunft deftige Gerichte nach Art des Hauses zubereiten kann.
Da sich schon im Vorfeld abzeichnete, was für ein schweres "Geschoss" entstehen würde, war ein
stabiler Unterbau nötig - kurzum, das Fahrgestell eines original DDR-Feuerwehranhängers musste
beschafft werden. Die folgende Bilderstrecke zeigt in kurzen Abrissen, wie die BraBaLa in vielen
Arbeitsstunden Stück für Stück entstanden ist.
Ein alter, beschädigter DDR-Feuerwehranhänger konnte im Nachbarort Wasungen von zwei Privatleuten
beschafft werden. Nachdem er mit vereinten Kräften und der Zugkraft unseres LF 8 aus seinem
nicht feuerwehrgerechtem Dasein befreit wurde, ging es nach Schwallungen und der Hänger sah
zum ersten mal seit langem wieder ein richtiges Feuerwehrgerätehaus.
(29.12.2004)
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Der Aufsatz, der wegen Rost nicht mehr zu verwenden ist, wurde vom Fahrgestell
getrennt. Das Gestell, ausgelegt für große Lasten, war in gutem Zustand und diente fortan
zum Aufbau des Backofens.
(29.12.2004)
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Auf dem Fahrgestell wurde eine stabile Stahlplatte als Aufbaufläche montiert. Darauf ist die
Betonplatte des Backofens befestigt.
(23.01.2005)
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Die vier Backofenwände werden auf die Backofengrundplatte gemauert und später mit Metallbändern fixiert.
(23.01.2005)
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Der untere Teil eines Edelstahlschornsteines wird angepasst und montiert.
(30.01.2005)
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Nachdem nun alle Teile des Backofens verbaut waren, konnte ein erster
Anheiz- sowie Brat- und Backtest durchgeführt werden. Der Versuch wurde ein voller Erfolg.
Neben Spießbraten versuchten sich die Köche
auch an selbstgebackenem Brot. An dieser Stelle wurde auch klar, dass es zum Backen viel
Erfahrung braucht, da sonst die Speisen verkrusten oder verbrennen.
(26.02.2005)
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Jedem, der diesen fahrbaren Ofen sah, wurde auch bewusst, dass diese Backvorrichtung etwas ganz
besonderes werden wird und deshalb der gewöhnliche Name eines "Backofens" nicht angemessen ist.
Ein neuer Name, der die Hauptmerkmale "braten - backen - fahren" vereinen sollte, musste her.
Wie in der Feuerwehr üblich, konnte eine kurze taktische Fahrzeugbeschreibung gefunden werden,
die schnell breite Zustimmung unter den Erbauern fand.
Deshalb wurde und wird der Backofen für alle Zeiten mit BraBaLa (Brat- und Backlafette)
bezeichnet und angeredet. ;-)
(26.02.2005)
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Im folgenden wurde ein Eisengerüst über der Backkuppel angebracht,
welches später als Träger für die Wände und das Dach dienen wird.
(15.03.2005)
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Letzte Schweiß- und Entgratarbeiten konnten nicht im Gerätehaus durchgeführt werden. Deshalb
verlies die nun neu benannte BraBaLa zum ersten Mal die Geburtsstätte, das Feuerwehrgerätehaus, und wurde vorsichtig
und sehr langsam mit dem LF 8 (LO) zur Schweißstelle transportiert.
(29.03.2005)
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Das Metallgerüst und alle sonstigen Metallteile an der Ober- und Unterseite der Stahlplattform
wurde gestrichen, um das Material vor Rost zu schützen.
(29.03.2005)
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Vor der Befestigung der Gipskartonplatten, wurden im inneren Netzteile, das Radio sowie
elektrische Anschlüsse verlegt. Auch der Schornstein gewann an Höhe.
(03.04.2005)
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Ein stabiles Bretterdach, das als Träger für das eigentliche Dach dient, wurde montiert. Auch die
an der Seite optional einsteckbare Arbeitsplatte ist hier zum ersten Mal zu sehen.
(14.04.2005)
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Um die BraBaLa vor Witterungseinflüssen zu schützen, wurden grüne PREFA-Schindeln angebracht.
An der Gipskartonverkleidung kommen braune Fliesenklinker zur Geltung.
(20.05.2005)
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Das Dach und der Schornstein wurden mit PREFA versehen. An der Seite werden letzte Fliesen angeklebt.
(12.06.2005)
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Nach dem Ausfugen der Fliesen war die Zeit gekommen, um dem Fahrgestell einen
neuen Anstrich zu verpassen. Hierfür wurden die Schutzbleche abmontiert und der Fahrgestellaufbau abgeklebt.
Nun kam die Spritzpistole zum Einsatz und versah das Fahrgestell, die Schutzbleche und die Radfelgen mit dem
originalen Schwarzton.
(15.06.2005)
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Die Öffnung der BraBaLa, mit dem davor angebrachten Schieber, wurde mit Blech verkleidet.
(16.06.2005)
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Die installierten elektrischen Geräte und Anschlüsse werden einer letzten Überprüfung unterzogen.
(17.06.2005)
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Damit ist die BraBaLa fertig.
Die Einweihung fand anlässlich des 4. Floriansfestes des Feuerwehrvereins Schwallungen e.V. am 18.06.2005 in
Beisein vieler interessierter und staunender Gäste statt. Die am Bau beteiligten Kameraden können zu Recht stolz
auf ihre Leistung sein.
(18.06.2005)
| Technisch-taktische Daten der BraBaLa |
| Fahrzeugbezeichnung: |
BraBaLa (Brat- und Backlafette)
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| Fahrgestell: |
DDR-Feuerwehranhänger (VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz, Baujahr 1979), ohne Aufbau, mit LKW-Anhängerkupplung
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| Masse: |
ca. 1000 kg
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| Volumen der inneren Backofenkuppel: |
0,348 m³ = 348 Liter
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| Maximalgeschwindigkeit (vmax): |
20 km/h
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| Brennstoff: |
trockenes Buchenholz, ein Mauerkübel voll
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| Anheizzeit: |
ca. 2,5 Stunden
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| Backzeit: |
verschieden, z.B. Pizza: 15 Minuten, Krustenbraten: 3 Stunden
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Temperaturabklingkoeffizient: (Tmax => 20°C) |
mind. 30 Stunden
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| Länge / Breite / Höhe: |
3,50 m / 2,02 m / 2,55 m (mit Schornstein)
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| Stromversorgung/Kühlung: |
230 V Netzanschluss auf 3 x 2,5 mm² Leitung mit Hauptschalter, max. 16 A
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2 Computernetzteile zur Spannungswandlung auf 12 V, max. 14 A
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230 V Lüfter (100 mm) für Kaltluftansaugung zur Kühlung der Elektronik, manuell zuschaltbar
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| Sonderausstattung: |
CD- und MP3-Player sowie 2 Boxen (84 Watt Sinusleistung)
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Blaulicht, für Signal "Essen fertig!"
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Temperaturinnensensor
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Backraumbeleuchtung
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optional montierbare Arbeitsplatte (2,00 m x 0,45 m x 0,04 m), inkl. 2 x 230 V Steckdosenanschlüsse und Beleuchtung
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variabel verstellbarer Abzug für Rauchgas- bzw. Warmluft
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variabel verstellbare vertikale Drehstützen zur waagerechten Ausrichtung der BraBaLa
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| BraBaLa online: |
www.feuerwehr-schwallungen.de/BraBaLa
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Der Feuerwehrverein Schwallungen e.V. bedankt sich herzlich bei dem Sponsor des Backofens:

sowie bei deren Partner aus Italien

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| Text: |
Tobias Erb |
| Stand: |
18.06.2005 |
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